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05.01.2001

13:09 Uhr

dpa MOSKAU. Nach Berichten über eine wachsende Zahl von Krebstoten unter NATO-Soldaten nach Balkan-Einsätzen will auch Russland seine Soldaten im Kosovo auf Leukämie untersuchen lassen. "Die amerikanische Luftwaffe hat bei den NATO-Aggressionen gegen Jugoslawien im Frühling 1999 Munition mit abgereichertem Uran verwendet. Die Untersuchungen sind notwendig, um mögliche Folgeschäden zu überprüfen", sagte der stellvertretende Kommandeur der russischen Luftlandetruppen, General Nikolaj Staskow, am Freitag in Moskau.

Es müsse geprüft werden, ob die Munition nicht auch bei Luftangriffen auf das Kosovo verwendet wurde, sagte Staskow nach Angaben der Nachrichtenagentur Itar-Tass. Russland hat 3 616 Fallschirmjäger zu den Friedenstruppen in das Kosovo entsandt.

Am Donnerstag waren weitere Krankheits- und Todesfälle unter den NATO-Soldaten bekannt geworden, die bei Bosnien-Einsätzen Mitte der 1990er Jahre mit der schwach radioaktiven Munition in Verbindung gekommen sein sollen. Portugal begann am Freitag damit, alle in Bosnien und im Kosovo stationierten portugiesischen Soldaten auf mögliche Strahlenschäden zu untersuchen.

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