Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

10.01.2002

19:00 Uhr

Auch Shockwave-Animationen betroffen

Virus bedroht Microsoft-NET-Programme

Noch bevor der Software-Konzern Microsoft seinen Internet-Dienst .NET gestartet hat, ist Sicherheitsexperten zufolge ein Virus für .NET-Programme aufgetaucht.

Reuters/hsn DÜSSELDORF. Der tschechische Urheber habe seinen Virus mit dem Namen "Donut" selbst an Hersteller von Anti-Viren-Software geschickt, sagte Craig Schmugar von Network Associates in San Francisco in der Nacht zum Donnerstag. Der Viren-Autor habe den Herstellern damit die Möglichkeit geben wollen, die Sicherheitslücke zusammen mit Microsoft zu stopfen. Microsoft will über den .NET-Service Software zum Herunterladen anbieten.

Der Virus verbreite sich nicht selbst über E-Mails oder Internet-Browser, sondern nur dann, wenn eine infizierte Datei auf einer Festplatte gespeichert werde, sagte Schmugar. Eine weite Verbreitung sei deshalb unwahrscheinlich, hieß es bei Symantec, einem anderen Hersteller von Anti-Viren-Programmen.

Allerdings zeige "Donut", dass sich Viren-Schreiber schon intensiv mit .NET beschäftigen. Der geplante Internet-Software-Dienst von Microsoft mache es Viren leicht, sich weiter zu verbreiten, sagte Schmugar von Network Associates weiter, "Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass es einen Virus geben könnte, sobald .NET gestartet wird." Sicherheitsexperten von Microsoft waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Mitte der Woche warnte der Hersteller von Antivirenprogrammen Sophos vor einem Virus, der ebenfalls noch nicht auftaucht ist. Er soll sich über so genannte Shockwave Animationen verbreiten. Mit der Softwaretechnik peppen Internetdesignern ihre Webseiten auf. Anwender, die auf infizierten Websites surfen, könnten sich durch Herunterladen oder Öffnen einer Flashdatei auf ihrem Computer mit dem Virus infizieren.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×