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26.03.2003

13:48 Uhr

Auf 5,4 Milliarden Euro

Bundesbankgewinn eingebrochen

Der Gewinn der Deutschen Bundesbank ist 2002 um mehr als die Hälfte im Vergleich zum Vorjahr eingebrochen. Der Bilanzgewinn, der in voller Höhe an den Bund abgeführt wird, habe 5,437 Milliarden Euro betragen nach 11,2 Milliarden Euro 2001, teilte die Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mit.

Reuters FRANKFURT. Der Bilanzgewinn, der in voller Höhe an den Bund abgeführt wird, habe 5,437 Milliarden Euro betragen nach 11,2 Milliarden Euro 2001, teilte die Bundesbank am Mittwoch in Frankfurt mit. Im Bundeshaushalt 2003 sind bereits 3,5 Milliarden Euro aus dem Bundesbankgewinn eingestellt. Mit der restlichen Summe wird der Erblastentilgungsfonds bedient, der zur Finanzierung der deutschen Einheit gebildet worden war. Wichtigste Quelle des Bundesbankgewinns waren Zinserträge von sechs Milliarden Euro, denen Zinsaufwendungen von 1,9 Milliarden Euro entgegen standen.

Im Bundesfinanzministerium war bereits bei der Aufstellung des Haushaltes davon ausgegangen worden, dass sich der Bundesbankgewinn deutlich reduzieren würde. Bundesbankpräsident Ernst Welteke wertete den niedrigeren Netto-Zinsertrag positiv: "Bei niedrigen Inflationsraten sind Zinsen niedrig, dann sind die Erträge der Notenbank niedrig. Das ist Ausdruck einer erfolgreichen Notenbankpolitik." Im Geschäftsjahr 2001 hatte die Bundesbank den zweithöchsten Gewinn ihrer Geschichte erzielt, vor allem wegen hoher Zinserträge und erheblicher Dollar-Verkäufe aus ihren Währungsreserven.

Neben dem Nettozinsertrag waren nach Angaben der Bundesbank die realisierten Gewinne aus den Gold-, Fremdwährungs- und Wertpapiergeschäften in Höhe von 2,1 Milliarden Euro erhebliche Ertragsfaktoren. Davon hätten 0,9 Milliarden Euro aus US-Dollar-Abgängen und eine Milliarde Euro aus Verkäufen von US-Dollar-Wertpapieren resultiert. Die Gewinnausschüttung der EZB führte zu einem Ertrag von 0,6 Milliarden Euro.

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