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31.01.2001

18:53 Uhr

Auf Platz zwei landet Coca-Cola

Aldi ist die Top-Marke in Deutschland

Ungeachtet globaler Konkurrenz wie Coca-Cola und Mc Donald?s verfügt die deutsche Discount-Handelskette Aldi nach wie vor über die stärkste Marke in Deutschland.

hz FRANKFURT. Ungeachtet globaler Konkurrenz wie Coca-Cola und Mc Donald?s verfügt die deutsche Discount-Handelskette Aldi nach wie vor über die stärkste Marke in Deutschland. Die Billigsupermarktkette aus Mülheim und Essen verteidigte damit ihre Position vor der Weltmarke Coca-Cola, die Platz zwei belegte. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Frankfurter Werbeagentur Young & Rubicam.

Überraschenderweise führten in Deutschland deutsche Marken das Ranking an, und nicht - wie landläufig angenommen - internationale Marken, wie der deutsche Agenturchef Oliver Hermes in Frankfurt bei der Präsentation der Studie sagte. Auch die Plätze drei bis sechs belegten die deutschen Marken Nivea, Volkswagen, Milka und Mercedes.

Zwischen den Marken kam es im Vergleich zur Vorgängeruntersuchung aus dem Jahr 1993 zu deutlichen Positionsverschiebungen. Zu den klaren Gewinnern in Deutschland zählten der Autohersteller Volkswagen, der sich von Platz 18 auf 4 vorschob, das Möbelhaus Ikea, das sich von Rang 188 auf 8 katapultierte, sowie der Sportausrüster Adidas, der sich von Platz 60 auf Rang 9 vorarbeitete. Aber es gab auch deutliche Verlierer. Zu den Absteigern zählten die Schokolade Ritter Sport, die von Rang 3 auf 13 fiel, der Fruchtsaft Hohes C, der vom 6. auf den 17. Platz rutschte, sowie der Speiseeishersteller Langnese, der vom 11. Rang auf den 19. Platz absackte.

Auch im Branchenvergleich zeigten sich Gewinner und Verlierer. So hätten sich vor allem Marken der Dienstleistungsbranchen wie Banken, Telekommunikation und Einzelhandel in Deutschland positiv entwickelt. Das Segment der klassischen Luxus- und Lifestylemarken verliere dagegen den Anschluss an den Zeitgeist. "Der demonstrative Luxus der 80-er Jahre hat ausgedient", sagte Heike Kötting, Leiterin der Strategischen Planung bei Young & Rubicam. Bei den Lebensmittelmarken gehe der Trend dagegen eindeutig in Richtung Genuss statt Gesundheit.

Nach wie vor gebe es allerdings große Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland. Während Konsumenten in den neuen Bundesländern stark auf Markenkriterien wie "aufrichtig, traditionell, vertrauenserweckend" achteten, würden in Westdeutschland Markendimensionen wie "Spaß und Erlebnis" an Bedeutung gewinnen. Bei der internationalen Studie im Auftrag von Young & Rubicam wurden rund 3 500 Personen in Deutschland über Marken befragt.

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