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15.02.2001

20:40 Uhr

Auf- und Abstiegskandidaten im Blickpunkt

Dax schließt sehr fest unter Führung der Tech-Werte

Der Frankfurter Aktienmarkt hat sich am Donnerstag sehr fest gezeigt. Der Dax gewann, getrieben durch einen Schlussspurt von SAP, 1,7 % bzw. 111,80 auf 6 591,67 Zähler. Technologieaktien stiegen im Schnitt um 6,3 %. Konsumwerte folgten mit einem Plus von durchschnittlich 3,5 %.

vwd FRANKFURT. Der Blick richtete sich am Berichtstag primär auf die Auf- und Abstiegskandidaten in den Indizes, wie Händler erklärten. Einen deutlichen Kurssprung um 6,4 % auf 76,49 Euro verzeichneten Adidas-Salomon . Der Titel wurde lange als Kandidat für ein Ausscheiden aus dem Dax im Austausch gegen die Deutsche Post gehandelt. Getroffen hat es jedoch Karstadt-Quelle , die nach einem Zwischentief dennoch 3,8 % auf 38,95 Euro zulegen konnten.

SAP legten kräftig um zehn Prozent auf 194,71 Euro zu. Die Titel profitierten von den guten Vorgaben aus den USA. Auch die anderen Technologiewerte folgten dem Anstieg der Nasdaq. Infineon stiegen um 7,5 % auf 42,95 Euro, während Epcos um 4,1 % auf 81,35 Euro zulegen konnten. Auch die Aktien des Mutterkonzerns Siemens , der bekanntgab, die US-Tochter Unishpere eher als erwartet an die Nasdaq bringen zu wollen, stiegen um 3,5 % auf 148 Euro. Die guten Absatzzahlen von BMW in Asien zeigten, dass der Autobauer auf dem richtigen Weg sei, sagten Händler. Davon profitierten die Aktien mit einem Plus von 2,6 % auf 39,98 Euro. Abgeben mussten dagegen Daimler-Chrysler , die 0,5 % auf 55,23 Euro verloren. Neben der Realisierung von Gewinnen belastete nach wie vor die Warnung von Lehman Brothers. Deren Analysten äußerten sich skeptisch über den weiteren Kursverlauf der Aktien.

Deutsche Telekom konnten sich von ihrem Absturz nur zwischenzeitlich erholen und sanken zum Schluss wieder unter die 29-Euro-Marke. Sie konnten sich damit nicht aus dem Schlepptau der Quartalszahlen von Voicestream lösen. Die Gesellschaft hat einen Verlust von 3,49 $ je Aktie eingefahren nach 1,58 $ je Aktie im Jahr zuvor, wie das US-Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten im Mittel einen Verlust von 2,70 $ je Aktie taxiert. Die schlechte Performance von Orange könnte zudem den geplanten Börsengang von der Telekom-Tochter T-Mobil vereiteln, hieß es. Enttäuschte Händler nannten schon 15 Euro als Kursziel für die T-Aktie. Charttechnisch liege dort der Boden. "Ein Kursrückschlag auf den Emissionspreis ist nicht mehr auszuschließen", betonte ein Analyst. Dennoch zeigten sich vereinzelt Käufer am Nachmittag, um die Aktien vorübergehend zu stützen. Zum Schluss lagen die Aktien ein Prozent unter dem Stand des Vortags bei 28,45 Euro.

Thyssen-Krupp zeigten sich etwas getroffen von der Bekanntgabe einer 500-Mill.-Euro-Anleihe-Emission. Die Aktien verloren nach einem Endspurt aber nur 0,1 % auf 20,04 Euro und retteten sich über die wichtige 20-Euro-Grenze. Das Ausscheiden von KSB, Klöckner und Tarkett aus dem MDax hatte nur geringe Verluste zur Folge. KSB sanken um 0,6 % auf 96,37 Euro, Klöckner um 2,3 % auf 21,20 Euro. Nur Tarkett retteten sich ins Plus mit 0,4 % auf 5,58 Euro.

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