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20.01.2003

17:29 Uhr

Aufregung um Äußerung zum CD-Schwarzkopieren

Robbie Williams treibt Kulturminister zur Weißglut

Der Popstar hatte das Herunterladen von Songs aus dem Internet als "großartige Sache" bezeichnet - und stößt mit diesem Bekenntnis zum schwarzen Kopieren von CDs auf Widerstand.

Robbie Williams, Foto: dpa

Robbie Williams, Foto: dpa

dpa LONDON. Der britische Kulturminister Kim Howells ist "empört" darüber, dass Robbie Williams (29) seine Fans zum illegalen Herunterladen seiner Musik aus dem Internet aufgerufen hat. "Williams sollte keinen Diebstahl verteidigen", sagte Howells am Montag in London. "Das ist genauso, als wenn man in einen Plattenladen gehen und dort die Ware stehlen würde."

Er hoffe, dass andere Künstler die Äußerungen des Popstars verurteilen würden. Williams hätte auch wissen müssen, "dass viele dieser Piraterie-Operationen mit organisierter Kriminalität verbunden" seien, sagte der Labour-Politiker. "Indem er sagt, dass Piraterie eine "großartige Sache' ist, macht sich Williams für internationale Banden stark, die in Drogenschmuggel und Prostitution verwickelt sind und für die die Musikpiraterie ein perfekter Weg der Geldwäsche für ihre Gewinne ist."

Williams, der zurzeit erfolgreichste britische Sänger, hatte am Wochenende am Rande der Musikmesse Midem in Cannes gesagt, es gebe nichts, was man gegen das illegale Kopieren tun könne. "Ich bin sicher, dass mich meine Plattenfirma EMI für diese Aussage hassen wird - und mein Management und meine Buchhalter", fügte er ironisch hinzu.

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