Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.01.2002

15:11 Uhr

Ausblick

AOL verzeichnet Einbußen bei Werbung

Fallende Werbeeinnahmen infolge der nachlassenden Konjunktur dürften das Ergebnis von AOL Time Warner Inc, Dulles, im vierten Quartal beeinträchtigt haben.

vwd DULLES. Dennoch gehen Analysten davon aus, dass Anleger am Mittwoch bei Veröffentlichung der Zahlen keine bösen Überraschungen erleben werden. Denn der Konzern hatte bereits Anfang Januar mitgeteilt, er werde bei Umsatz und Ergebnis hinter den bis dato prognostizierten Werten zurückbleiben.

Der Umsatz für das abgelaufene Quartal werde im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum lediglich um drei Prozent auf 10,5 Mrd $ klettern, lautete damals die aktualisierte Schätzung des Medienunternehmens. Für das Ebitda sagt AOL Time Warner nun eine Steigerung um 14 % auf 2,7 Mrd $ voraus. Die ursprüngliche Prognose hatte auf ein Ebitda von 2,9 Mrd $ und auf Erlösen von 10,9 Mrd $ gelautet. Die gemittelte Einschätzung der Analysten deckt sich mit der Konzernprognose: Die Analysten rechnen mit einem Umsatz von 10,69 Mrd $ bei einem Gewinn je Aktie von 0,33 $.

Allerdings berücksichtigt AOL Time Warner bei der eigenen Prognose nicht die außerordentlichen Aufwändungen von 50 Mill. $ aus Fusionen sowie eine Sonderbelastung von 1,5  Mrd. bis 1,8 Mrd $ für Abschreibungen auf Investments.

Möglicherweise höchster Verlust der Unternehmensgeschichte

Spannend wird für Analysten sein, welche Angaben AOL Time Warner am Mittwoch zu einem außerordentlichen Aufwand für das erste Quartal machen wird, den der Konzern auf Grund der geänderten Vorschriften zur Abschreibung des Firmenwertes vornehmen muss. Das Medienunternehmen hatte in diesem Zusammenhang bisher von 40  Mrd. bis 60 Mrd $ gesprochen. Deshalb rechnen Marktbeobachter damit, dass AOL Time Warner im Auftaktquartal einen der höchsten Verluste ihrer Unternehmensgeschichte verbuchen wird.

Ferner erhoffen sich die Analysten Neuigkeiten zu der Übernahme des Anteils von 49 % an AOL Europe, der sich noch nicht im Besitz der Muttergesellschaft befindet.



Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×