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28.07.2000

16:58 Uhr

vwd MÜNCHEN. Die BMW AG, München, scheint sich ohne den Mühlstein Rover wieder freizuschwimmen. Das Unternehmen, das Anfang kommender Woche (voraussichtlich am Montag) seine Halbjahreszahlen vorlegen wird, kann wieder optimistisch in die Zukunft blicken. Von vwd befragte Analysten rechnen für das erste Geschäftshalbjahr 2000 mit einem zwischen 17,86 Mrd. und 18,3 (1. Hj. 1999: 16,35) Mrd Euro liegenden Umsatz, nur die Bayerische Landesbank erwartet mit 15,9 Mrd Euro zurückgehende Erlöse.

Bei den Vergleichszahlen ist zu beachten, dass Verlustbringer Rover Cars bis zum 9. Mai 2000 in die Bilanz einging, mögliche Verluste von Land Rover wirkten sich noch bis zum 30. Juni zu Lasten von BMW aus. Der Konzern hatte die Währungsrelation als entscheidend dafür genannt, ob und in welcher Höhe rote Zahlen bei Land Rover, die bis zum Frühjahr von den Analysten als Ertragsperle eingeschätzt wurde, entstünden. Für die Trennung von Rover und Land Rover waren Rückstellungen von 3,15 Mrd Euro gebildet worden.

Alle befragten Analysten sehen ein über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum liegendes Ergebnis. So liegen die Schätzungen für das Vorsteuerergebnis zwischen 0,92 Mill. und 0,94 (0,81) Mrd Euro, für das Ergebnis nach Steuern werden zwischen 0,25 Mill. und 0,27 (0,19) Mill. Euro erwartet. Auch für die Zukunft habe die Marke einiges an Potenzial, so Georg Stürzer von der HypoVereinsbank. Er rechne durchaus mit weiter steigenden Absatzzahlen, sagte der Analyst. Die bereits veröffentlichten Absatzzahlen ließen BMW von einem Verkaufsrekord im ersten Halbjahr sprechen. Von Januar bis Juni 2000 setzte BMW 421 000 (386 000) Fahrzeuge ab.

Größter Wachstumsträger war dabei mit einem Plus von 14,4 % auf 262 000 Einheiten der Dreier-BMW, während die BMW der Siebener-Klasse einen Absatzrückgang von zehn Prozent auf 20 000 Fahrzeuge verzeichneten. Gut entwickelte sich auch der Absatz des neuen Geländefahrzeuges X5, von dem von Januar bis Juni 10 300 Fahrzeuge verkauft wurden. Auf dem deutschen Markt verzeichnete der Automobilbauer entgegen des um zehn Prozent rückläufigen Marktes einen Zuwachs von 1,1 % auf 129 400 verkaufte Fahrzeuge. Brunhild Stelter



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