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07.01.2002

15:14 Uhr

Ausblick Konjunkturdaten

Keine Erholung für deutsche Wirtschaft in Sicht

Der Blick von Volkswirten, Analysten und Anlegern richtet sich in dieser Woche auf Deutschland. Gleich mehrere wichtige Konjunkturdaten werden Aufschluss über den Zustand der größten Volkswirtschaft der Eurozone geben. Deren Ausgang dürfte den Verlauf an den Finanzmärkten wesentlich mitbestimmen.

dpa-afx LONDON. "Die deutschen Zahlen, etwa zur Industrieproduktion und zum Arbeitsmarkt, sind echte Neuigkeiten", sagte ein Volkswirt der Royal Bank of Scotland. Dagegen handele es sich bei den neuen EU-Daten zum Geschäfts- und Verbrauchervertrauen lediglich um eine Zusammenfassung bekannter Daten aus den einzelnen Mitgliedsstaaten der Eurozone.

Den Auftakt machen an diesem Dienstag die November-Zahlen zum Auftragseingang für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland. Volkswirte rechnen mit einem leichten Plus zum Vormonat bei einem deutlichen Rückgang im Jahresvergleich. Die Talsohle sei wohl überwunden, ein starke und anhaltende Erholung gleichwohl nicht in Sicht, heißt es dazu in einer Studie von Schroder Salomon Smith Barney.

Für die Industrieproduktion in Deutschland erwarten die Experten im November den dritten Monat in Folge einen Rückgang. Die Zahlen dürften aber etwas besser ausfallen als im Oktober. Für die kommenden Monate sehen die Experten der Royal Bank of Scotland weiterhin einen leicht negativen Trend.

Die Zahl der Arbeitslosen wird nach Einschätzung der Volkswirte im Dezember den zwölften Monat in Folge zulegen. Die Experten von Schroder Salomon Smith Barney erwarten eine Zunahme um 15.000. Diese Zahl würde unter dem durchschnittlichen Zuwachs von 17.200 liegen, der in den vorangegangenen sechs Monaten ermittelt wurde. Dies könne ein Zeichen dafür sein, dass das Schlimmste überstanden sei, so die Experten.

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