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02.01.2001

07:51 Uhr

Ausblick

Kreditmärkte blicken auf US-Konjunkturdaten

Weitere Anzeichen für eine Abschwächung der US-Konjunktur könnten nach Einschätzung von Analysten in der ersten Handelswoche des neuen Jahres an den US-Kreditmärkten für Gewinne sorgen.

Reuters NEW YORK/TOKIO. Weitere Anzeichen für eine Abschwächung der US-Konjunktur könnten nach Einschätzung von Analysten in der ersten Handelswoche des neuen Jahres an den US-Kreditmärkten für Gewinne sorgen. Vor allem neue Konjunkturdaten zum Verarbeitenden Gewerbe, zum Autoabsatz und zum Stellenmarkt werden voraussichtlich der Hoffnung auf niedrigere Leitzinsen neue Nahrung geben und damit die Kreditmärkte beleben, sagten Experten. "Diese Wirtschaftsfaktoren deuten auf einen Rückgang der Zinsen hin", prognostizierte Mickey Levy, Chef-Finanzvolkswirt bei der America Securities. Viele Marktteilnehmer erwarten nach Ansicht von Experten mittlerweile bereits eine Zinssenkung für die nächste Sitzung des Offenmarktausschusses (FOMC) der US-Notenbank am 30. und 31. Januar.

Am Freitag hatte der richtungweisende 30-jährige T-Bond am US-Rentenmarkt 6/32 Punkte eingebüßt und wies eine Rendite von 5,46 % auf. Die zehnjährige US-Staatsanleihe gewann hingegen 3/32 Zähler hinzu und rentierte bei Handelsschluss mit 5,11 %. Am Markt in Tokio wurden US-Staatsanleihen am Dienstag wegen eines Feiertages nicht gehandelt.

Am Dienstagnachmittag stehen zunächst mit dem landesweiten Einkaufsmanager-Index (NAPM) für Dezember weitere Daten zur Lage des Verarbeitenden Gewerbes an. Von Reuters befragte Experten rechnen mit einem Rückgang auf 47,0 Punkte verglichen mit 47,7 Punkten im Vormonat. Damit würde das Verarbeitende Gewerbe bereits den fünften Monat in Folge einen Rückgang der Wirtschaftsaktivität zeigen. Am gleichen Tag werden von den US-Automobilproduzenten Absatzschätzungen für den Schlussmonat 2000 erwartet.

Am Freitag stehen dann erste Daten zum US-Arbeitsmarkt im Dezember an. Volkswirte erwarten im Schnitt einen Stellenzuwachs von 120 000, verglichen mit 94 000 neuen Stellen im Vormonat. Die Arbeitslosenquote dürfte nach Ansicht von Experten allerdings auf 4,1 % steigen nach 4,0 % im Vormonat. Damit würde sich die Arbeitslosenquote den zweiten Monat in Folge erhöhen.

Nach Einschätzung von Paul Christopher, Volkswirt bei der A.G. Edwards & Sons Inc. in St. Louis, hat sich der Stellenzuwachs im abgelaufenen Jahr zum Jahresende hin bereits deutlich abgeschwächt. Die Frage sei nun, ob sich der Rückgang verschärfe. Nach Einschätzung von Analysten könnte dies die US-Notenbank dazu bewegen, die Leitzinsen stärker als um die im Schnitt von Volkswirten erwarteten 25 Basispunkte zu senken.

Im Blickpunkt der US-Kreditmärkte stehen in der kommenden Woche zudem die für Mittwoch erwarteten Daten zu den Bauausgaben im November sowie Zahlen zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung am Donnerstag. Am Freitag werden ferner die November-Absatzzahlen für neue Eigenheime erwartet.

Auf Grund des Feiertages am 1. Januar steht den US-Kreditmärkten eine um einen Tag verkürzte Handelswoche ins Haus.

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