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14.01.2002

19:00 Uhr

Ausfuhren nach Frankreich im Oktober stark gesunken

Deutscher Export wird immer schwächer

Die sinkende Nachfrage nach deutschen Produkten aus den anderen Ländern der Euro-Zone belastet zunehmend die gesamte Exportentwicklung Deutschlands.

ari DÜSSELDORF. Bedeutsam ist dies deshalb, weil mehr als zwei Fünftel (43 %) der gesamten Warenausfuhr auf die Euro-Zone entfallen. Mehr als die Hälfte davon bzw. 24 % vom Gesamtexport konzentriert sich dabei auf die drei Länder Frankreich, Italien und Niederlande. Ihrer Nachfrage nach deutschen Produkten kommt daher eine entscheidende Bedeutung zu.

Nach neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes ist der Export nach Frankreich im Oktober um 4,9 % niedriger gewesen als ein Jahr zuvor. Da nach Frankreich gut ein Zehntel aller deutschen Exporte fließen, hat dies negative Folgen für den gesamten Export in die Euro-Zone - er sank im Oktober im Jahresvergleich um 3 % und stieg weltweit nur noch um 0,7 %. Da auch Italien 2,4 % weniger Waren bezog, nutzte das Plus von 1,2 % im Handel mit den Niederlanden wenig. Umgekehrt hatte im September der Rückgang der Exporte in die Niederlande und nach Italien dennoch die Ausfuhr in die Euro-Zone insgesamt nur stagnieren lassen (-0,1 %). Ein Grund dürfte gewesen sein, dass die Exporte nach Frankreich noch um 0,8 % gestiegen waren.

Dass die deutsche Warenausfuhr in die Euro-Zone im November um 8,3 % und weltweit um 4,5 % abgesackt ist, lässt für die im Februar zu erwartenden neuen Länder-Detailzahlen der Statistiker wenig Erfreuliches erwarten. Der Rückgang des Exports in diese drei wichtigsten Abnehmerländer dürfte sich verstärkt haben.

Ein Gegengewicht ist im Gegensatz zu den vorherigen Monaten weder von Großbritannien noch von Drittländern zu erwarten. Im November war der Export in die drei EU-Länder außerhalb der Euro-Zone um 3,7 % sowie die Ausfuhr in die übrige Welt um 0,8 % gesunken. Damit ist ziemlich unwahrscheinlich, dass der Export nach Großbritannien und in die USA weiter gestiegen ist. Im Oktober hatte er sich in Jahresfrist noch um 5,2 % bzw. 3,4 % erhöht.

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