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22.03.2003

10:29 Uhr

Außenminister äußert seine Bedenken

Fischer warnt vor „Serie von Abrüstungskriegen“

Außenminister Joschka Fischer hat unter dem Eindruck des Irak-Krieges die USA davor gewarnt, Demokratie und Abrüstung mittels militärischer Gewalt durchzusetzen. "Ich kann und will mir nicht vorstellen, dass wir vor einer Serie von Abrüstungskriegen stehen", sagte Fischer dem Magazin "Der Spiegel".

HB/dpa HAMBURG. Er forderte, friedlichen Lösungen den Vorzug zu geben. "Es darf nicht sein, dass wir am Ende nur noch die Alternative haben, entweder eine furchtbare Gefahr bestehen zu lassen oder aber in einen Abrüstungskrieg getrieben zu werden." Der Außenminister kritisierte, dass Amerika sich nicht den Regelwerken der internationalen Ordnung unterwerfe.

Zwar sei die "Macht der USA für Frieden und Stabilität in der Welt ein ganz entscheidender Faktor", räumte Fischer ein. "Doch eine Weltordnung kann nicht funktionieren, in der das nationale Interesse der mächtigsten Macht das Definitionskriterium für den Einsatz der militärischen Potenz dieses Landes ist." In der Welt müssten "die gleichen Regeln für die Großen, die Mittleren und die Kleinen gelten".

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