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03.01.2003

15:44 Uhr

Außenminister zu Mission aufgebrochen

Frankreich will in der Elfenbeinküste schlichten

Der französische Außenminister Dominique de Villepin ist am Freitag zu Vermittlungsgesprächen in den westafrikanischen Staat Elfenbeinküste gereist. Er will dort im Konflikt zwischen Rebellen und der Regierung vermitteln.

HB/dpa PARIS/NAIROBI. Villepin bezeichnete die Situation in der Elfenbeinküste als "offene Krise". Es müsse schnell eine friedliche Lösung auf der Grundlage von Verhandlungen zwischen allen Gruppen gefunden werden, sagte Villepin in einem Interview der französischen Zeitung "Le Parisien".

Der Waffenstillstand müsse von allen Seiten eingehalten werden, sagte Villepin. Die Krise berge ein doppeltes Risiko, "eine Verschlechterung der innenpolitischen Lage und eine Destabilisierung der gesamten Region". Frankreich wolle sich zusammen mit den afrikanischen Partnern für die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft einsetzen, um die Gewalt in der Elfenbeinküste zu beenden.

Paris hatte am Donnerstag Kritik am Bruch des von 2500 französischen Soldaten überwachten Waffenstillstandes durch Regierungstruppen sowie Rebellen geübt. Die Rebellen beschuldigen die französische Regierung, einseitig für die Staatsführung der Elfenbeinküste Partei zu ergreifen.

Die Regierung der Elfenbeinküste hatte am Donnerstag den Vorwurf von Rebellen zurückgewiesen, bei einem Angriff auf das Fischerdorf Menakro am Dienstag Zivilisten getötet zu haben. Die Rebellen der "Patriotischen Bewegung der Elfenbeinküste" hatten nach dem Angriff gedroht, den Waffenstillstand zu beenden und eine Großoffensive zu beginnen.

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