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25.06.2000

16:38 Uhr

Außerdem Kundenkarte für Bonuspunkte ab Oktober

Edeka plant Bestell-Terminals in Dörfern

In kleinen Dörfern sollen Edeka-Computer den fehlenden Supermarkt ersetzen.

dpa WIESBADEN. Die Edeka-Gruppe will künftig mehr Waren über das Internet verkaufen. Im Blick hat das größte deutsche Lebensmittelunternehmen dabei vor allem kleine Dörfer ohne eigenen Supermarkt. Edeka will dort in kleinen Läden Bestell-Terminals installieren und so den Kunden ein breiteres Angebot bieten. Dies sagte Vorstandssprecher Bartholomäus Werberger am Sonntag bei der Jahrestagung des Unternehmens in Wiesbaden. In zwei Orten wurde dieses Verfahren bereits erfolgreich getestet. Auch bei großen Unternehmen oder in Verwaltungen plant Edeka Bestell-Terminals.

Außerdem solle der Verkehr mit Lieferanten, Partnern oder zwischen den Edeka-Konzern-Bereichen mit Hilfe des Internets verbessert werden. Im Verbund mit 18 weiteren internationalen Handelsunternehmen, die zusammen etwa 57 000 Geschäfte betreiben, will Edeka künftig über das Netz gemeinsam Waren ordern, Auktionen durchführen, Geschäfte abwickeln und Daten austauschen. Für Oktober plant Edeka, eine Kundenkarte auf den Markt zu bringen. Die "Edecard" soll in 46 Märkten ein halbes Jahr getestet werden. Ein Chip berechnet nach jedem Einkauf die erworbenen Bonuspunkten.

Umsatz der Edeka-Gruppe gestiegen

Der Umsatz der Edeka-Gruppe stieg im vergangenen Jahr leicht auf 58,4 (Vorjahr: 57,3) Mrd. DM. Die Edeka-Einzelhändler sind Mitglieder von regionalen Genossenschaften, die über zwölf Großhandelsbetriebe verfügen, darunter umsatzstarke Fleischwerke und Backbetriebe. Die Genossenschaften wiederum sind Aktionäre der Edeka Zentrale AG und der Edekabank AG. Neben den fast 11 000 Geschäften der Edeka-Kaufleute gehören zur Gruppe auch noch so genannte Regiebetriebe, die von den Großhandelsbetrieben als Filialen geführt werden.

Edeka meldete eine Rekordzahl bei den Ausbildungsplätzen. Am 1. September 1999 traten 8 456 Auszubildende ihren Dienst an, 42 % mehr als im Vorjahr.

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