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20.02.2003

07:34 Uhr

Außerordentlich kurze Sitzung

Uno verweist Nordkorea-Atomstreit an Experten

Der Uno-Sicherheitsrat hat die Frage von Nordkoreas Atomprogramm zunächst an Experten verwiesen. Der deutsche Uno-Botschafter Gunter Pleuger sagte nach einer ungewöhnlich kurzen Sitzung des Rates am Mittwoch, das Thema sei "wichtig und sehr komplex" und sei deswegen weitergeleitet worden.

Reuters NEW YORK. Diplomaten sagten, niemand wolle das unberechenbare Nordkorea verärgern. "Zurzeit denkt niemand über Sanktionen nach", hieß es. Nordkorea hatte erklärt, es werde Sanktionen als Kriegserklärung werten. Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte im Streit um Nordkoreas Atomprogramm den Rat angerufen.

Vor dem Treffen hatte ein Diplomat erklärt: "Wir werden bestätigen, dass uns der Ball zugespielt wurde, dass wir den Ball untersuchen und dass wir den Ball weiter untersuchen werden und dass wir den Ball an Experten weitergeben werden, weil wir einen Ball genau dieser Art noch nie zuvor gesehen haben." Die Entscheidung dürfte von der US-Regierung begrüßt werden, die während der Diskussion über den Irak-Konflikt nicht das Thema Nordkorea im Rat diskutiert sehen will. Die USA haben von einem Problem für die ganze Staatengemeinschaft gesprochen. Nordkorea hat dagegen direkte Verhandlungen mit den USA gefordert.

Die USA haben Nordkorea vorgeworfen ein, ein geheimes Atomwaffenprogramm zu betreiben und damit ein Abrüstungsabkommen von 1994 zu verletzen. Nordkorea hat erklärt, Atomenergie nur friedlich nutzen zu wollen. Seit Dezember hat Nordkorea sich aus dem Atomwaffen-Sperrvertrag zurückgezogen und Inspektoren der IAEA des Landes verwiesen.

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