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21.01.2008

13:46 Uhr

Auswertung der Umfrage

Dax-Sentiment hat sich trotz Panik stabilisiert

VonThomas Theuerzeit (Technischer Analyst Postbank – Financial Markets)

Aktuell herrscht Panik an den Börsen. Doch die aktuelle Stimmungslage hat sich nicht verschlechtert. Das zeigen die Ergebnisse der Onlineumfrage auf Handelsblatt.com in Zusammenarbeit mit der Postbank. Für Sentiment-Experte Thomas Theuerzeit haben sich die Chancen auf eine Gegenbewegung erhöht - obwohl er mit einer ähnlichen Einschätzung in der vergangenen Woche falsch lag.

Die Auswertung von Thomas Theuerzeit lautet: "Im Fazit bleibt festzuhalten, dass die jüngsten Kursverluste noch einmal auf die mittelfristige Stimmung drückt, jedoch im kurzfristigen Stimmungsbild erste Anzeichen einer möglichen Stabilisierung auszumachen sind. Aktuell herrscht Panik an den Börsen - die mediale Begleitung ist entsprechend groß und damit ist diese Botschaft bei den Investoren nun vollends angekommen. Auch, wenn es letzte Woche noch zu früh für eine Gegenbewegung war – in dieser Woche sind die Chancen darauf einmal höher.

Mit 1 325 abgegebenen Leserstimmen erreicht die Beteiligung bei der Handelsblatt Sentimentumfrage in Zusammenarbeit mit der Postbank einen neuen Rekordwert. Das Interesse an der Umfrage ist, trotz der jüngsten Kurskapriolen an den Aktienmärkten, weiterhin sehr hoch. Und einig sind sich die befragten Leser auch: Der Dax werde zum Ende dieser Woche noch einmal tiefer notieren. Als Referenzwerte wurden 7 423 nach 7 737 Punkte in der Vorwoche ermittelt.

Die aktuellen Zahlen jedoch belegen, dass sich der Pessimismus nicht mehr sonderlich ausgeweitet hat als noch in der Vorwoche. Das Bullenlager gewinnt leicht, von 33 auf 35 Prozent hinzu, während das Bärenlager unverändert bei 53 Prozent notiert. Zeigt, die frischen Bullen kommen aus dem Lager der zuvor unentschlossenen Leser. Erstmals seit vier Wochen kann sich der berechnete Sentimentindex leicht, von -19 auf -17 Prozent, stabilisieren.

Auf die mittelfristige Stimmung haben die jüngsten Kursverluste dennoch einmal gedrückt. Der berechnete Stimmungsindex für die mittelfristige Sichtweise fällt abermals auf jetzt 5 nach 10 Prozent in der Vorwoche. Ganz klar sind hier noch einmal einige Bullen in das Bärencamp gewechselt. Die Bullenquote liegt nun nur noch bei 44 nach 46 Prozent in der Vorwoche. Die Bärenquote bringt es demnach auf 39 nach 36 Prozent in der Vorwoche.

Dennoch deutet der bevorzugte Anlagehorizont der Leser erneut auf verhaltene Zuversicht hin. Der Zeithorizontindex steigt leicht, von 13 auf nun 14 Prozent. Das dokumentiert, die befragten Leser bevorzugen das zweite Mal in Folge wieder einen längeren Anlagehorizont als in den vergangenen drei Wochen."

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