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23.01.2004

07:35 Uhr

Auto im Test

Zeitarbeit im Benz-Klon

VonDavid Selbach (Handelsblatt)

Dieter Scheiff, Vorstandsvorsitzender der DIS AG, testet ganz managerlike zwischen zwei Terminen den Crossfire von Chrysler - der leider kein Cabrio ist, aber dafür auf der Retrowelle vorne mitschwimmt.

Wie praktisch, dass der Crossfire so ein Blickfang ist. Dieter Scheiff wartet in der Lobby des ICE-Terminals am Frankfurter Flughafen auf seine Testfahrt - und hat wenig Zeit zwischen vielen Terminen, weil er gerade einen fränkischen Ingenieursverleiher kauft. Wäre es da nicht am einfachsten, gleich die Lieferantenauffahrt hinter dem Foyer raufzufahren? Doch sofort treten zwei schwere Jungs von der Security an den Wagen heran. Der Fahrer will gerade von dannen schleichen, da gibt der kleinere von beiden grinsend den Weg frei. Und fragt: "Is des dä neue Greisler?"

Ja, das ist er. Sieht toll aus - mit der aufgesperrten Schnauze, dem runden Bootsheck und den Kühlrippen an beiden Flanken. Dieter Scheiff, Vorstandschef der größten deutschen Zeitarbeitsfirma für Führungskräfte DIS AG, kommt neugierig zum Hinterausgang. "Ich habe meiner Frau erzählt, dass ich heute den Crossfire teste", sagt Scheiff. "Sie hat sich sofort an die süße Werbung erinnert: Liebe ist oder so."

Scheiff leitet eine Firma, die Wissensträger auf Zeit an Unternehmen mit dünner Personaldecke vermietet. Wenn man so will, haben auch die klammen Chrysler-Entwickler sich für den Crossfire auf diese Weise Schützenhilfe geholt: nicht bei Scheiffs DIS AG zwar, aber beim großen Autobauerbruder Mercedes in Sindelfingen. Als Scheiff die Tür ins Schloss fallen lässt, macht das erst einmal ein unschönes Geräusch: Wie ein Sack voll Weißblechdosen. "Egal", sagt der oberste Zeitarbeiter. "Ist beim SLK genauso."

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