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20.01.2003

16:50 Uhr

Auto-Neuzulassungen 2002

BMW, Franzosen und Japaner sind die Gewinner

BMW sowie die französischen und die meisten japanischen Hersteller sind mit deutlich mehr Zulassungen in einem schrumpfenden deutschen Markt die Gewinner des Autojahres 2002. Das geht aus der Neuzulassungsstatistik hervor, die das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Montag in Flensburg veröffentlichte.

HB/dpa FLENSBURG. Unter dem Strich schrumpfte das Neugeschäft hier zu Lande um 2,7 Prozent auf 3,25 Millionen fabrikneuen Personenkraftwagen. Damit ist die Zahl der Neuzulassungen im dritten Jahr hintereinander rückläufig. Mit 3,8 Millionen neuen Autos waren 1999 noch mehr als eine halbe Million mehr Pkw als 2002 angemeldet worden. 2000 waren es 3,38 Millionen und 2001 rund 3,34 Millionen.

BMW

triumphierte mit einem Plus von 5,6 Prozent auf rund 251 000 Einheiten. Der Marktanteil der Münchner kletterte von 7,1 auf 7,7 Prozent. Der französische Hersteller PSA kam mit den Marken Citroën und Peugeot zusammen auf fast 175 000 Autos, ein Plus von 10,2 Prozent. Der PSA-Marktanteil kletterte von 4,7 auf 5,4 Prozent. Noch erfolgreicher war Renault (Marktanteil 6,3 nach 6,0 Prozent) mit knapp 206 000 Pkw, ein Zuwachs von 2,9 Prozent. Außerdem konnten sich die japanischen Hersteller - bis auf Nissan - mit Zulassungszuwächsen von 1,3 Prozent bis 11,5 Prozent (Toyota) behaupten.

Der führende VW-Konzern (knapp 977 000 Gesamtanmeldungen) büßte beim Autoabsatz 2002 im Vergleich zum Vorjahr 3,2 Prozent ein. Der Marktanteil sank um 0,2 Punkte auf 30 Prozent. Während die deutschen Marken VW und Audi Federn lassen mussten, legten die ausländischen Marken Seat und Skoda zu.

Auch der Zweitplatzierte Daimler-Chrysler (456 000) musste mit 3,9 Prozent Minus Einbußen hinnehmen. Der Marktanteil sank um 0,2 Prozentpunkte auf nunmehr 14 Prozent.

Außer Fiat (-15,6 Prozent auf 104 000 Zulassungen) traf es Opel/GM (346 000) am härtesten. Wegen eines Zulassungs-Rückgangs von 15 Prozent schrumpfte der Marktanteil um 1,6 Punkte auf 10,6 Prozent.

Moderat fiel das Minus von 1,2 Prozent für die Ford-Gruppe (321 000) aus, die einem Marktanteil von 9,9 Prozent (2001: 9,7 Prozent) weiterhin auf Platz vier rangiert.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 3,76 Millionen motorisierte neue Fahrzeuge aller Art angemeldet. Dabei schrieben Lkw mit 208 000 Zulassungen und die Motorräder mit 208 000 Neuzulassungen die kräftigsten roten Zahlen (- 9,4 bzw. - 8,9 Prozent). Nur Traktoren (25 600 Neuzulassungen) legten um 3,4 Prozent zu.

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