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13.03.2012

14:41 Uhr

Dacia

Billig, schnörkellos und erfolgreich

VonTino Andresen

Der Auto-Salon in Genf ist ein Synonym für Luxus und Extravagantes. Aber auch Renaults Billigmarke Dacia stellt auf der Messe ein neues Modell vor und bleibt damit ihrer Erfolgslinie treu: viel Auto für wenig Geld.

Dacias neuestes Modell: der Lodgy. dapd

Dacias neuestes Modell: der Lodgy.

GenfDie Marke Dacia des einstigen rumänischen Staatsbetriebs hat der französische Autobauer Renault ursprünglich genutzt, um damit Schwellenländer zu erobern. Doch sie hat auch auf den Straßen Deutschlands und anderer Industrieländer reichlich Staub aufgewirbelt. „Wir waren selbst überrascht über die positive Reaktion“, sagt Arnaud Deboeuf im Gespräch mit Handelsblatt Online auf dem Auto-Salon in Genf. Er verantwortet bei Renault den Teil der Angebotspalette, den das Unternehmen als Einstiegsangebot definiert.

Auf der Automesse stellt Dacia derzeit den Familienvan Lody vor. Auch beim neuen Modell buhlt die Marke mit dem bewährten und von Herstellern wie Hyundai, Kia und Daewoo erprobten Rezept um Kunden: ganz viel Auto für wenig Geld. In der Werbung kokettiert Dacia mit der Frage: „Leiden Sie unter Statussymptomen?“ Dann könne die Marke mit einem „Gegenmittel“ helfen: Autos ohne Klimaanlage, elektronische Assistenzsysteme und anderen Schnickschnack.

Damit ist es Dacia im vergangenen Jahr gelungen den Absatz trotz des schrumpfenden europäischen Markts mit 340.000 verkauften Fahrzeugen stabil zu halten. Weltweit legten die Modelle, die in außerhalb Europas und der Maghreb-Staaten als Renault firmieren, um 14 Prozent auf einen Absatz von 813.000 zu.

Und Deboeuf will ihn schon bald auf mehr als eine Million steigern. Deshalb beginnt der Renault-Konzern schon bald auch in Brasilien, Indien, Kolumbien und Russland mit der Produktion des Stadtgeländewagens (SUV) Duster, der so gefragt ist, dass die Lieferzeit bis zu einem halben Jahr beträgt.

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