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05.03.2012

12:02 Uhr

Luxusmarke

Lexus ist bei Toyota nun Chefsache

VonMartin Kölling

Damit die Luxusmarke von Toyota wieder Spaß macht, kümmert sich der Konzernchef nun persönlich um Lexus. Das erste Modell, mit dem der Abstand zur Konkurrenz verkleinert werden soll, ist der neue Lexus GS.

Mit einem sportlichen Design will der Lexus GS 450h nun BMW und Co. das Fürchten lehren. Die jetzt vorgestellte Businesslimousine mit Vollhybridantrieb zielt eindeutig auf die hiesige Manager-Elite ab. Pressefoto

Mit einem sportlichen Design will der Lexus GS 450h nun BMW und Co. das Fürchten lehren. Die jetzt vorgestellte Businesslimousine mit Vollhybridantrieb zielt eindeutig auf die hiesige Manager-Elite ab.

TokioKarl Schlicht, Geschäftsführer von Toyotas Luxusmarke Lexus, gibt sich euphorisch. „Wir haben einen Höhepunkt in der Geschichte von Lexus erreicht“, sagt Schlicht, „erstmals haben wir jemanden im Vorstand, der für uns spricht.“ Und dieser Jemand ist kein Geringerer als Toyotas Konzernchef Akio Toyoda persönlich.

Toyoda hat die Führung von Lexus zur Chefsache erklärt. Die Lexus-Gruppe berichtet nun direkt an ihn anstatt an ein halbes Dutzend Vorstände, die alle ein bisschen für die Marke zuständig waren. Und der Hobbyrennfahrer hegt mit Lexus sportliche Ziele.

Toyota startet in der Oberklasse nun auch außerhalb der USA eine Aufholjagd zu Mercedes, BMW und Audi. Und das erste Modell, mit dem Toyota den Abstand verkleinern will, parkt vor der Tür des Hotels in der südjapanischen Stadt Miyazaki zum Testfahren: der neue Lexus GS, Toyotas Antwort auf die E-Klasse von Mercedes und den 5er-BMW.

Mit dem GS wird nicht nur der neue Lexus-Kühlergrill eingeführt, im Marketing-Slang „Spindle“ genannt. Auch die Position der Marke soll verschoben werden. Weniger Mercedes-Kopie, mehr Agilität ist grob gesagt die Devise. Als Benchmarks dienen BMW und der Audi A6, sickert aus informierten Kreisen durch. Dennoch sollen die Menschen auf den ersten Blick sowie beim Fahren bemerken, dass es sich um einen Lexus handelt, meint Schlicht. Kein leichtes Unterfangen.

Der Marktstart ist hierzulande für Mitte 2012 vorgesehen. Über den Preis schweigen sich die Japaner noch aus. Der aktuelle Lexus GS 450h startet bei 60.810 Euro. Pressefoto

Der Marktstart ist hierzulande für Mitte 2012 vorgesehen. Über den Preis schweigen sich die Japaner noch aus. Der aktuelle Lexus GS 450h startet bei 60.810 Euro.

Dass Lexus ausgerechnet mit dem GS den Neuanfang macht, ist nicht ohne Ironie. Nur mit Mühe konnten die Manager Toyoda davon abbringen, die GS-Modelle wegen erwiesener Erfolglosigkeit und fehlender Fahrfreude einzustellen. Selbst das Spitzenmodell, der alte GS450 Hybrid, sagt dem Fahrer mit jeder seiner rund 300 Pferdestärken „Ach, bitte fahr mich nicht schnell.“

Kommentare (1)

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Laxus

05.03.2012, 18:21 Uhr

„Technisch sind wir inzwischen nahe an den Deutschen dran oder ebenbürtig“

Ja,ja, die Japaner wieder... sehr bescheiden.

Was die Hybridtechnik angeht sind sie den Deutschen um Jahre voraus. Die Doppelherzautos von Lexus sind jedenfalls sehr effizient, zuverlässig und extrem haltbar.
Nicht so wie die anfällige Downsizetechnik von BMW und Co.
mit Ihren Kompressoren, Hochdruckpumpen, Vor- und Abgasturbolader die bei Ausfall so viel Kosten wie ein gut ausgestatter Kleinwagen.

Solche Motoren sind nach 100.000 km schrott.
Den Leasingkäufer juckt das natürlich nicht. Er gibt ihn spätestens nach 50.000km wieder ab. Der gelackmeierte ist der Gebrauchtwagenkäufer.


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