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12.08.2012

09:34 Uhr

25 Jahre BMW Z1 Roadster

Der freie Radikale

Quelle:dpa

Der vor 25 Jahren enthüllte BMW Z1 war das ungewöhnlichste Auto dieser Zeit. Aus Kunststoff gebaut und mit versenkbaren Türen ausgestattet, markierte der Zweisitzer den Anfang einer neuen Ära.

Schnörkelloses Design, BMW-Niere in Wagenfarbe: Mit späteren Roadstern von BMW, etwa dem Z4 oder dem Z8, hat der Z1 bis auf die Bauform nicht viel gemein. Thomas Geiger (dpa)

Schnörkelloses Design, BMW-Niere in Wagenfarbe: Mit späteren Roadstern von BMW, etwa dem Z4 oder dem Z8, hat der Z1 bis auf die Bauform nicht viel gemein.

München/FrechenWenn der Holländer Rob Vos in sein Auto steigt, kommen Passanten ins Staunen: Denn Vos fährt einen BMW Z1. Seine Türen klappen nicht entgegen der Fahrtrichtung auf wie etwa bei einem Rolls-Royce. Sie schwingen nicht nach schräg vorne wie bei einem Lamborghini und nicht nach oben wie beim Mercedes SLS. Sondern auf Knopfdruck gleiten sie elektrisch in den Unterboden. Und weil sie dort auch während der Fahrt bleiben können, bietet kaum ein anderer Roadster ein derart luftiges Fahrgefühl.

Leider können dieses Erlebnis nicht viele Cabrio-Fans teilen. Denn der Z1 wird schon seit über 20 Jahren nicht mehr produziert und mittlerweile nur noch selten gehandelt. «Wenn man mal einen angeboten bekommt, muss man dafür mit mindestens 25.000 Euro kalkulieren.

Gute Fahrzeuge kosten sogar 28.000 Euro aufwärts», sagt Vos, der die Szene kennt wie kaum ein Zweiter: Er ist Präsident des BMW-Z1-Clubs in Frechen, in dem knapp 300 Fahrzeuge registriert sind.

Offiziell beginnt die Geschichte des radikalen Roadsters vor 25 Jahren auf der Internationalen Automobilausstellung 1987 in Frankfurt. Dort stellt BMW den Zweitürer dem breiten Publikum erstmals vor.

Der aus Kunststoff gefertigte BMW Z1 wurde vor 25 Jahren auf der IAA in Frankfurt vorgestellt - er markierte den Neubeginn offener Zweisitzer bei der Münchener Marke. Thomas Geiger (dpa)

Der aus Kunststoff gefertigte BMW Z1 wurde vor 25 Jahren auf der IAA in Frankfurt vorgestellt - er markierte den Neubeginn offener Zweisitzer bei der Münchener Marke.

Doch die Wurzeln des Projekts reichen viel weiter zurück: Bereits 1985 etabliert der BMW-Vorstand eine Gruppe von Querdenkern, die neue Segmente erobern, neue Technologien erproben und neue Prozesse einführen soll. Ihr erster Vorschlag: der Z1. Quasi neu ist das Segment, weil BMW seit dem 507 aus den Fünfzigern keinen offenen Sportwagen mehr anbietet und auch von Autos wie dem Mazda MX-5 noch nicht die Rede ist.

Neu auf der Technikseite sind die Kunststoffkarosse und eben die vertikalen Schiebetüren. Ursprünglich nur als Fingerübung gedacht, wird der Z1 intern zum Selbstläufer und nimmt alle Instanzen im Sturm: Erst gibt der Vorstand 1986 einen Prototypen in Auftrag, dann meldet das Unternehmen am 10. August 1987: «Die Zeit der Vermutungen ist zu Ende, das Rätselraten vorbei: Auf der IAA präsentiert die BMW AG den Roadster Z1.»

Gemischte Gefühle: Das Design der Sitzbezüge im BMW Z1 ist nicht jedermanns Sache. Doch das Fahrerlebnis bei versenkten Türen entschädigt Thomas Geiger (dpa)

Gemischte Gefühle: Das Design der Sitzbezüge im BMW Z1 ist nicht jedermanns Sache. Doch das Fahrerlebnis bei versenkten Türen entschädigt

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