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11.11.2013

11:05 Uhr

25 Jahre Opel Vectra A

Gepflegte Langeweile als Verkaufshit

Quelle:MID

Mit dem Vectra löste Opel vor 25 Jahren den Ascona ab. Und auch der wurde ein Vertriebserfolg, und fand bis Mitte 1995 rund 2,5 Millionen Käufer. Optisch zurückhaltend punktete er mit Aerodynamik und Fahrprogrammen.

Erste Generation des Opel Vectra PR

Erste Generation des Opel Vectra

RüsselsheimVor 25 Jahren löste der Vectra A den in drei Modellgenerationen fast vier Millionen Mal verkauften Ascona ab. Dank einer neuen Technik und einem frischen Karosserie-Design entwickelte sich schon die erste Vectra-Generation zum Verkaufsschlager. Darüber hinaus diente er auch als technische Basis für das 1989 eingeführte Coupé Calibra.

Mit seiner glatten Karosserie orientierte sich der Vectra am 1986 eingeführten Omega. Er gehörte mit einem Luftwiderstandsbeiwert von cW 0,29 in Sachen Aerodynamik zu den Besten. Der als Stufenheck- und Fließheck-Version lieferbare Fronttriebler war der erste Opel, der auf Wunsch auch ab Werk mit einem Allradantrieb ausgestattet war.

Den 4x4-Antrieb entwickelte der Autobauer zusammen mit dem Österreicher Maschinenbauer Steyr-Daimler-Puch. Der Antrieb war eine Kombination aus einer Visco-Kupplung mit variabler Kraftübertragung an die Hinterräder und einer Lamellen-Trennkupplung. Letztere koppelte die Hinterräder beim Bremsen ab, was für eine gute Richtungsstabilität sorgte.

Ebenfalls neu im Vectra A war ein elektronisch gesteuertes Viergang-Automatikgetriebe. Damit konnte der Fahrer zwischen drei Fahrprogrammen wählen: Der "Economy"-Modus war schon damals auf möglichst geringen Verbrauch ausgelegt, der "Sport"-Modus auf optimale Fahrleistungen und der "Winter"-Modus ermöglichte sicheres Fahren auch auf glatter Fahrbahn.

Ab 1992 verfügte der Vectra als einziger Vertreter seiner Klasse schon serienmäßig über ABS. Mit der Modellpflege 1992 erhielt er eine geänderte Front und in Wagenfarbe lackierte Stoßfänger. Außerdem erweiterte Opel die Sicherheitsausstattung um serienmäßige Gurtstraffer und einen Seitenaufprallschutz in den Türen.

Den Opel Vectra A gab es als Stufenheck- und Fließheck-Version. PR

Den Opel Vectra A gab es als Stufenheck- und Fließheck-Version.

Als Basismotorisierung diente ein 1,6-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 55 kW/75 PS. Zur Wahl standen zwei weitere Vierzylinder-Benzinmotoren mit 1,8 Litern Hubraum und 65 kW/88 PS sowie mit 2,0 Litern und 85 kW/115 PS. Für Aufsehen sorgten die Top-Versionen der Baureihe. Von 1989 bis 1992 bildete der Vectra 2000 16V 4x4 mit 110 kW/150 PS die Leistungsspitze. Der Vierzylinder-Benziner mit Vierventiltechnik erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 215 km/h.

1993 erhielt die Baureihe weitere Spitzenmodelle: Im März startete der Vectra V6, das erste Mittelklasse-Modell von Opel mit Sechszylinder-Motor. Überhaupt war das 125 kW/170 PS starke 2,5-Liter-Triebwerk der erste Motor von Opel mit V-förmig angeordneten Zylinderreihen. Der etwas schwächere Vectra GT 16 V mit einem 110 kW/150 PS leistenden Vierzylinder-Motor löste außerdem den Vectra 2000 16V ab.

Bereits im Herbst 1993 setzte der Vectra Turbo dann neue Maßstäbe. Mit aufgeladenem 2,0-Liter-Vierzylinder-Motor mit 150 kW/204 PS, Allradantrieb und serienmäßiger Sechsgang-Schaltung erreichte er 240 km/h Spitzentempo. Doch bereits im Juni 1994 stellte Opel diese Sport-Version wieder ein.

1993 startete mit dem Vectra V6 das erste Mittelklasse-Modell von Opel mit Sechszylinder-Motor und dem ersten V-Motor von Opel überhaupt. PR

1993 startete mit dem Vectra V6 das erste Mittelklasse-Modell von Opel mit Sechszylinder-Motor und dem ersten V-Motor von Opel überhaupt.

Im Oktober 1995 stand der Vectra A in seinem siebten Produktionsjahr auf dem zweiten Platz der europäischen Zulassungsstatistik. Bis Mitte 1995 fand er rund 2,5 Millionen Käufer und erreichte zeitweise einen Marktanteil von 20 Prozent in seiner Klasse.

Damit war er der bis dahin erfolgreichste Mittelklasse-Wagen in der Geschichte von Opel. Der Vectra B folgte ihm. Er wurde bis 2002 gebaut und abgelöst von der dritten Generation im November 2008. Seit dem unternehmen die Rüsselsheimer mit dem Insignia einen erneuten Anlauf, die Mittelklasse wieder aufzumischen.

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