Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

26.06.2012

11:28 Uhr

40 Jahre Alfa Romeo Alfetta

Wie Alfa Romeo das Transaxle in Serie brachte

Quelle:ampnet

Alfetta bedeutet "kleiner Alfa", doch für die Fiat-Tochter wurden die Limousinen unter dieser Bezeichnung zum großen Erfolg. Nicht zuletzt, weil eine besonders rennsportliche Antriebskonstruktion verbaut wurde.

Alfa Romeo Alfetta (Durchsicht, 1982-1983) PR

Alfa Romeo Alfetta (Durchsicht, 1982-1983)

Vor 40 Jahren brachte Alfa Romeo mit der Alfetta eine Limousine auf den Markt, deren Antriebskonfiguration die Modelle der Marke für mehr als zwei Jahrzehnte prägen sollte. Der Name entstammt dem Alfa-Formel-1-Rennwagen Alfetta Typ 159, mit dem 1950 Giuseppe Farina und 1951 Juan Manuel Fangio erste Plätze herausfuhren. Und der Grund für die Namensgleichheit war die beiden Fahrzeugtypen gemeinsame Transaxle-Bauweise des Antriebsstrangs.

Das Getriebe im Bereich der angetriebenen Hinterachse, der Motor vorn, Getriebe, Kupplung und Differential ebenfalls hinten - das sind bei Automobilen mit Heckantrieb nach wie vor die besten Voraussetzungen für eine ideale Gewichtsverteilung. Und bis zur Markteinführung der Alfetta war ihre Verwendung im Serienbau von Straßenautos eine absolute Ausnahme.

Dank dieser nahezu ausgeglichenen Verteilung der nur 1.080 Kilogramm Leergewicht und weiterer damals fortschrittlicher Technologien wie innenliegenden Scheibenbremsen hinten avancierte die Alfa Romeo Alfetta zu einer der fahrdynamischsten und sichersten Limousinen ihrer Zeit. Alfa Romeo adaptierte das System auch für den Nachfolger, den Alfa 90 (ab 1974), die kleinere Giulietta (ab 1977), den Alfa 75 (ab 1985) sowie die Sportwagen SZ (ab 1989) und RZ (ab 1992). In der Neuzeit nutzte die italienische Marke den Transaxle-Antrieb in Verbindung mit dem 331 kW / 450 PS starken Sportwagen Alfa Romeo 8C Competizione.

Alfa Romeo Alfetta GTV 2.6i V8 von 1977. PR

Alfa Romeo Alfetta GTV 2.6i V8 von 1977.

Die 4,28 Meter lange Alfetta setzte sich 1972 auf Anhieb in verschiedenen Vergleichstests gegen den Wettbewerb durch. Wie zu erwarten, punktete die Limousine schon allein aufgrund des Transaxle-Systems mit optimalen Handlingeigenschaften. Der 122 PS starke Alfa Romeo war nach den Maßstäben jener Zeit zudem ein sparsames Auto.

Die Fachzeitschrift „Auto, Motor und Sport" ermittelte 1973 im Vergleichstest mit einem wichtigen deutschen Konkurrenten einen Durchschnittsverbrauch von 12,0 Litern - fast zwei Liter weniger als der rund 200 Kilogramm schwerere Testwagen des deutschen Herstellers. Der Alfa Romeo erreichte in dieser Version eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h und beschleunigte in 10,5 Sekunden auf 100 km/h.

Alfa Romeo Alfetta PR

Alfa Romeo Alfetta

Zum weiteren technischen Layout der Alfetta gehörte ein sehr aufwendig konzipiertes Fahrwerk. Vorn kam eine Aufhängung mit unteren Dreiecksquerlenkern zum Einsatz, hinten eine De-Dion-Achse für eine präzise Radführung. Im Bereich der aktiven Sicherheit ebenso innovativ war die Verwendung von serienmäßig vier Scheibenbremsen; die hinteren waren dabei nach innen versetzt angeordnet, um das Gewicht der so genannten ungefederten Massen weiter zu reduzieren. Angetrieben wurde die Alfetta vom legendären „1750" - einem 1,8 Liter großen Vierzylinder mit zwei obenliegenden Nockenwellen, zwei Doppelvergasern und 122 PS Leistung bei 5.500 Umdrehungen in der Minute.

Alfa Romeo Alfetta 2.0 L (1978-1981) PR

Alfa Romeo Alfetta 2.0 L (1978-1981)

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×