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06.08.2011

08:33 Uhr

40 Jahre Karmann Buggy

California Dreamin' am Baggersee

Quelle:dpa

In den 70ern war die Mode wild - und auch gewöhnliche Autos passten nicht so recht in die Hippie-Zeit. Deshalb baute Karmann vor 40 Jahren den Buggy und holte mit ihm das Lebensgefühl der US-Westküste nach Deutschland. Mit seinem Auftritt war der Buggy allerdings nicht allein.

Der Karmann Buggy. dpa

Der Karmann Buggy.

OsnabrückIm Radio spielen die Beach Boys „Surfin' USA“, vom Himmel brennt die Sonne und vom Horizont rollt der Pazifik meterhohe Wellen heran. So oder so ähnlich muss es gewesen sein, als der Bootsbauer Bruce Meyer in Pismo Beach in Kalifornien Anfang der 1960er Jahre Hand an seinen VW Käfer legte.

Er kürzte das Chassis, zog ultrabreite Reifen auf der Hinterachse und tunte den Boxermotor. Das Ganze verpackte er in einer quietschbunten Kunststoffkarosse ohne Türen, Dach und Seitenscheibe. Aus dem Allerweltsauto aus Wolfsburg war ein lebenslustiger Strandläufer geworden.

Häufig wurde Meyers Konzept kopiert - auch in Deutschland. Hier war es vor allen Dingen die VW-Zeitschrift „Gute Fahrt“, die Gefallen an dem Freizeitflitzer fand und flugs einen eigenen Entwurf auf die Räder stellte. Als Partner holte sich die Zeitschrift den Osnabrücker Karosseriebauer Karmann ins Boot, der mit VW ohnehin eng verbunden war. So feierte vor exakt 40 Jahren der Karmann GF Buggy seine Premiere. Als sonniges Cabrio im Geist der Flower-Power-Bewegung trat der Buggy schnell einen weltweiten Siegeszug an - in Kalifornien oder an der Kiesgrube, auf den Bahamas oder am Baggersee.

Angeboten wurde der luftige Viersitzer mit dem Zeltverdeck zunächst nur als Bausatz, erinnert sich Karmann-Experte Klaus Ulrich aus der Klassiksparte von VW. „Für knapp 3000 Mark gab es das Käfer-Chassis, die Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff samt Anbauteilen, den Motor und einen Techniksatz.“ Erst nachdem schon 1000 Bausätze verkauft waren, bot Karmann den Wagen auch fertig montiert an. Allerdings kletterte der Preis dann gleich auf 8800 Mark. Damit war der Buggy teurer als ein Käfer Cabriolet.

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