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01.12.2011

15:18 Uhr

42. Tokyo Motor Show

Grüne Autos für die Generation Smartphone

Auf der Tokyo Motor Show buhlen die Aussteller um die Märkte der Zukunft. Elektromobil und smart sollen sie sein – die Frage ist nur, wann.

Eines der meist fotografierten Motive der Messe: Toyotas Concept Car Fun-Vii. Insgesamt zeigen 176 Aussteller aus 12 Ländern bei der 42. Auflage der Tokyo Motor Show vor allem spannende Zukunftsprojekte ... dpa

Eines der meist fotografierten Motive der Messe: Toyotas Concept Car Fun-Vii. Insgesamt zeigen 176 Aussteller aus 12 Ländern bei der 42. Auflage der Tokyo Motor Show vor allem spannende Zukunftsprojekte ...

TokioDie schöne neue Welt des Akio Toyoda heißt „Toyota Fun-Vii“ und kann so ziemlich alles. Auf Knopfdruck kann der Dreisitzer die Innen- und Außenfarbe wechseln, sich zu einem kompletten Bildschirm umwandeln, die Freunde über den Aufenthaltsort informieren sowie deren bestimmen, ähnlich einem Social-Network-System. „Wir dachten, es wäre interessant wenn wir Räder an ein Smartphone bauen“, scherzte Toyoda bei der Präsentation.

Toyota hatte die größte japanische Automobilmesse, die Tokyo Motor Show, die am heutigen Freitag offiziell ihre Pforten öffnet, schon ein paar Tage vorverlegt, um der Presse die neuesten Errungenschaften aus den Laboren zu zeigen. Der Trend bei Japans Nummer Eins heißt: grüne Autos für die Generation Smartphone. Auch Nissans Boss Carlos Ghosn setzt darauf. Es gehe nicht mehr allein darum, Autos zu bauen, so Ghosn. „Unsere Vision für eine saubere, vernetzte mobile Gesellschaft erfordert sowohl die Entwicklung von Autos wie auch von Infrastruktur.“

Auf beiden Feldern sind die Japaner schon weit vorne. Während in Deutschland noch über Aufladestationen für Elektrofahrzeuge in Parkhäusern diskutiert wird, präsentieren etwa Nissan oder auch Mitsubishi in Kooperation mit Elektronikkonzernen ganzheitliche Konzepte für vernetzte Privathäuser mit Speicherbatterien für Auto und Hausversorgung. Dazu kommen Wagen, die an die Bedürfnisse einer ständig vernetzten Gesellschaft angepasst sind – wie Toyotas Fun-Vii oder Nissans neuer Pivo3. Der Pivo3 lässt sich über das Smartphone steuern - und sogar ausparken.

Fahrzeuge wie die Roadster-Studie von Honda demonstrieren, dass es bei den japanischen Herstellern bergauf geht. dpa

Fahrzeuge wie die Roadster-Studie von Honda demonstrieren, dass es bei den japanischen Herstellern bergauf geht.

Tatsächlich, dass wissen aber auch Toyoda und Ghosn, sind diese Spielereien derzeit noch nicht viel mehr als schmückendes Beiwerk. Deshalb geht es in Tokio auch und vor allem darum, der Welt konkrete Rezepte für die nächsten Jahre an die Hand zu geben. Und die werden von einem zunehmendem ökologischen Bewusstsein gesteuert sein. „Die grüne Technik auszubauen ist erste Voraussetzung dafür, den Wettbewerb zu überleben“, sagt Masato Sase, Leiter der Autosektion bei Deloitte Tohmatsu Consulting in Tokio.

Nahezu alle Aussteller buhlen deshalb auf der Ausstellung um den auf Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit fokussierten Kunden. Lediglich die Wege sind verschieden. BMW setzt vor allem auf die Hybridisierung. „In der Zukunft werden Elektroautos nur einen kleinen Anteil am Gesamtmarkt haben. In 10 Jahren vielleicht 3, 4 oder 5 Prozent – in einem Markt, der etwa 100 Millionen Autos haben wird“, glaubt etwa BMW-Marketingvorstand Ian Robertson.

Wie immer gut gelaunt zeigt sich Nissan-Renault-CEO Carlos Ghosn mit einem weiteren Zukunftskonzept, dem Pivo3, mit nach hinten schwingender Tür und interessantem Sitzkonzept. dpa

Wie immer gut gelaunt zeigt sich Nissan-Renault-CEO Carlos Ghosn mit einem weiteren Zukunftskonzept, dem Pivo3, mit nach hinten schwingender Tür und interessantem Sitzkonzept.

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