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22.05.2013

17:06 Uhr

Ab Mitte 2014

Kfz-Kennzeichen bald bundesweit mitnehmen

Wer in Deutschland umzieht, soll ein liebgewonnenes Kfz-Kennzeichen nicht mehr abgeben müssen - diesen Länder-Wunsch greift der Bund nun auf. Voraussichtlich Mitte 2014 soll die Neuregelung in Kraft treten.

Autofahrer sollen ihr gewohntes Kennzeichen bei Umzügen bald bundesweit mitnehmen dürfen, wenn es nach Plänen von Bundesverkehrsminister Ramsauer geht. Foto: Maurizio Gambarini dpa

Autofahrer sollen ihr gewohntes Kennzeichen bei Umzügen bald bundesweit mitnehmen dürfen, wenn es nach Plänen von Bundesverkehrsminister Ramsauer geht.
Foto: Maurizio Gambarini

BerlinAutobesitzer sollen ihr Nummernschild bei Umzügen bald in ganz Deutschland mitnehmen dürfen. „Wer umzieht - auch über die Ländergrenzen hinweg - kann das bisherige Kennzeichen des Fahrzeugs behalten“, sagte Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) am Mittwoch. Laut einer Verordnung, die das Kabinett auf den Weg brachte, soll die bisherige Pflicht zu einem neuen Kennzeichen beim Wechsel des Wohnsitzes entfallen. Die Regelung soll zum 1. Juli 2014 in Kraft treten, der Bundesrat muss noch zustimmen.
„Fahrzeughalter sparen Zeit und Geld, Bürokratie wird abgebaut“, sagte Ramsauer. Der Autofahrerclub ADAC begrüßte die Pläne, die eine Erleichterung brächten. Sie gehen auf einen Beschluss der Länder- Verkehrsministerkonferenz von April vergangenen Jahres zurück, den der Bund nun umsetzt. Innerhalb einiger Länder wie Schleswig-Holstein und Hessen kann das Kfz-Kennzeichen nach Ministeriumsangaben bereits mitgenommen werden. Dies soll künftig bundesweit möglich sein.


Auf die Kfz-Versicherung soll die Neuregelung keine Auswirkungen haben. „Die Tarife richten sich weiter nach dem Wohnort“, erläuterte das Verkehrsministerium. Geplant ist auch, dass das Kennzeichen am Auto bleiben kann, wenn es an einen neuen Besitzer in einen anderem Zulassungsbezirk verkauft wird.
Im vergangenen Jahr wechselten laut Ministerium bundesweit 600 000 Fahrzeughalter in einen anderen Zulassungsbezirk. Insgesamt sind in Deutschland mehr als 54 Millionen Kraftfahrzeuge zugelassen, darunter nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamts allein gut 43 Millionen Pkw.


Die Gewerkschaft der Polizei wies darauf hin, dass sich negative Effekte für Ermittlungen ergeben könnten. „Opfer oder Zeugen von Straftaten können sich viel besser Kennzeichen merken, die sie zuordnen können“, sagte der Vorsitzende Oliver Malchow der Nachrichtenagentur dpa. Dies könne erschwert werden, wenn in Städten mehr Autos mit unterschiedlichen Kürzeln unterwegs seien.
Vorgesehen ist auch, dass Fahrzeuge von Mitte 2014 an über ein Internetportal des Kraftfahrt-Bundesamts online abgemeldet werden können. Ermöglicht werden soll dies über Sicherheitscodes auf den Prüfplaketten der Kennzeichen und im Fahrzeugschein sowie den neuen Personalausweis.

Von

dpa

Kommentare (7)

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Numismatiker

22.05.2013, 17:28 Uhr

Das ist der erste Weg zum personenbezogenen Nummernschild.
Und der deutsche Doof-Michel merkt es nicht einmal, weil alles soooo schön bequem ist. Und wenn genügend Leute die Möglichkeit nutzen, dann wird das lebenslange Nummernschild Plicht.


Dumm-Michel, schlaf weiter

Numismatiker

22.05.2013, 17:30 Uhr

Pardon, ich meinte "erste Schritt"

lilalu

22.05.2013, 18:15 Uhr

1. Der Dumm-Michel, ob er umgezogen ist oder nicht, ist schon lange in Flensburg registriert, sofern er jemals irgendein KFZ auf sich zugelassen hat, da braucht es kein lebenslanges persönliches Kennzeichen.
2. Die Landratsämter könnten den Michel auch weniger aus der Tasche ziehen, außerdem würde es den "arbeitenden" Schlafmützen personell an den Kragen gehen, also abwarten, ob da überhaupt etwas umgesetzt wird.
3. Wenn jemand ein liebgewonnenes Kennzeichen behalten möchte, dann hätte endlich mal jemand "evtl." doch einen Vorteil.
4. zu 2. und 3., den Vorteil wird es nicht geben, Michel benötigt evtl. kein neu geprägtes Kennzeichen, aber zum ummelden muss der Michel doch wieder zahlen und warten bis die Schlafmützen Ihren Kaffee getrunken haben....

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