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05.06.2012

08:30 Uhr

Absatzzahlen

Autokäufer meiden Opel

Wieder schlechte Nachrichten für die Rüsselsheimer: Der Absatz von Opel in Deutschland bricht im Mai um elf Prozent ein, der Marktanteil liegt nur noch bei gut sieben Prozent. Das Aus für das Werk in Bochum rückt näher.

Das kommende Opel Kompakt-SUV auf Corsa-Basis heißt Mokka. Pressefoto

Das kommende Opel Kompakt-SUV auf Corsa-Basis heißt Mokka.

Frankfurt/DüsseldorfNeuer Tiefschlag für den Autohersteller Opel: Die Marke mit dem Blitz im Emblem hat im Mai in Deutschland elf Prozent weniger Autos verkauft - obwohl der Gesamtmarkt lediglich um knapp fünf Prozent zurückging. Wie aus den gestern vorgelegten Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes hervorgeht, verkauften die Rüsselsheimer auf ihrem Heimatmarkt nur noch 23.000 Autos und verloren damit weiter an Boden.

Für Opel ein Warnsignal: Die Talfahrt des Verluste schreibenden Herstellers geht auch im Mai kaum gebremst weiter. Insgesamt schrumpfte der Opel-Marktanteil in Deutschland im laufenden Jahr auf 7,2 Prozent zusammen. Im Jahr 2000 hatte er noch 12,2 Prozent ausgemacht.

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Jedes neue Automodell ist für Opel fast wie ein Endspiel. Beim Zafira Tourer waren die Erwartungen besonders hoch. Aber auch der Kompakt-Van konnte das Werk in Bochum nicht retten. Eine Ausfahrt.

Die Krise von Opel verschärft sich damit weiter. Denn die Schwäche auf dem Heimatmarkt trifft die Firma hart. Deutschland gilt für Opel als besonders profitabler Markt, der bisher etwa ein Viertel des Opel-Gesamtabsatzes ausgemacht hat. Der Druck auf das Opel-Management steigt damit, in seinem neuen Sanierungsplan drastische Einschnitte zu vollziehen. Opel-Boss Karl-Friedrich Stracke hat angekündigt, am 28. Juni dem Opel-Aufsichtsrat seine Pläne vorzulegen.

Arbeitnehmer und Politik befürchten, dass das Opel-Werk in Bochum ab 2015 vor dem Aus steht. Stracke hatte vor wenigen Wochen dem Werk auf einer Betriebsversammlung keine Zukunftszusage gemacht. Lediglich bis Ende 2014 hat der Mutterkonzern General Motors Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen bei Opel ausgeschlossen.

Die deutsche Tochter des US-Giganten hatte trotz einer zweijährigen Restrukturierung ihr Ziel verfehlt, in die Gewinnzone zurückzukehren. Stattdessen schrieb das Europageschäft von Opel und deren britischer Schwestermarke Vauxhall 2011 einen Verlust vor Steuern von 747 Millionen Dollar. Opel-Aufsichtsratschef Stephen Girsky betonte, halbherzige Sanierungen werde es nicht mehr geben.

Kommentare (7)

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willi

05.06.2012, 09:13 Uhr

Das ist doch logisch. Ich kaufe doch kein Auto, wenn ich nicht sicher bin, daß ich im nächsten Jahr dafür noch Service bekomme und in 5 Jahren noch einen ansehnlichen Eintauschpreis.

jpie

05.06.2012, 09:22 Uhr

Opel wurde durch das amerikanischen Management ruiniert.

Unternehmensberater

05.06.2012, 09:24 Uhr

hatten die sich nicht den Supersanierer Sedran eingekauft? wird mal wieder nix. so ein Ärger aber auch.
macht der etwa schon wieder Bürobubu? oder ist er noch mit der Beschaffung seines Büroflatscreens und einem adäquaten statusgerechten Dienstwagen beschäftigt? ist ja auch ganz schön schwer bei der Riesenauswahl die es heute so gibt.

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