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06.01.2010

11:10 Uhr

AC Cobra

Ein Auto wie ein wildes Tier

Wild, schnell, ungebändigt - Sportwagen werden gern mit wilden Tieren verglichen. Nicht umsonst prangen in den Markenzeichen von Ferrari oder Lamborghini der Stier oder ein sich aufbäumendes Pferd. Doch wer die Technik-Geschichte durchstöbert, findet eigentlich nur ein wirklich wildes Auto: die AC Cobra. Ihr Markenzeichen: wenig Auto, viel Motor.

AC Cobra dpa

Dicke Backen als Markenzeichen - die AC Cobra ist für ihre weit ausgestellten Kotflügel bekannt. (Bild: Ac_cars/dpa/tmn)

dpaTHAMES DITTON. Trotz aller martialischen Symbole – wild erscheint heute eigentlich kein Sportwagen mehr. Und auch beim Blick auf die Geschichte fallen nur wenige Autos ins Auge, die sich mit ihren tierischen Vorbildern messen können. Wer ganz ehrlich ist, wird nur eines nennen können: die AC Cobra.

Das Prinzip hinter der AC Cobra ist simpel: Man nehme möglichst wenig Auto und kombiniere das mit möglichst viel Motor. In diesem Fall war es das Zusammentreffen eines leichtgewichtigen britischen Roadsters mit einem fetten, leistungsstarken amerikanischen V8-Motor.

Was sich daraus ergab, war in der Blütezeit der Cobra in den 60er Jahren fast schon unglaublich: Das nicht einmal vier Meter lange Auto wiegt knapp eine Tonne, also ungefähr so viel wie ein Kleinwagen vom Schlage eines VW Polo. Unter der Haube fanden jedoch Motoren mit bis zu sieben Litern Hubraum und Leistungen bis zu 480 PS Platz. Das reichte aus, um den offenen Zweisitzer in gut vier Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 zu beschleunigen. Mutige sollen in den schärfsten Cobra-Ausführungen bis zu 290 km/h schnell unterwegs gewesen sein.

Dabei hatte alles recht harmlos begonnen: Eine kleine Firma im britischen Thames Ditton baute ab 1953 einen kleinen Roadster. Die Firma hieß AC, eine Kurzform der ursprünglichen Bezeichnung Autocarriers. Der Wagen hieß AC Ace, sah nett aus und war recht flott unterwegs - so schnell, dass er auch auf Rennstrecken manchen Erfolg einfuhr. Auf den Pisten der Welt war in den 50er Jahren aber auch ein gewisser Carroll Shelby erfolgreich unterwegs - allerdings vor allem in namhaftem Sportgerät wie Autos von Ferrari oder Aston Martin.

Es kam aber der Tag, an dem für Shelby nicht mehr allein die Sporterfolge im Vordergrund standen: Ein Herzfehler soll ihn zum Abschied vom aktiven Rennsport getrieben haben. Das hinderte den Texaner nicht daran, weiter über schnelle Autos nachzudenken. Seine wohl wichtigste Idee: einen leichten europäischen Sportwagen mit einem amerikanischen V8-Motor zu kombinieren.

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