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21.03.2011

16:06 Uhr

ADAC-Studie

E10 stößt weiter auf breite Ablehnung

Quelle:dpa

Der Biosprit E10 hat nach wie vor einen schweren Stand bei Deutschlands Autofahrern. Einer Erhebung des ADAC zufolge spricht sich eine klare Mehrheit gegen den Kraftstoff aus. Ein Mineralölkonzern zieht Konsequenzen.

Weiterhin unbeliebt

E10-Sprit bleibt unbeliebt.

MünchenDie meisten Autofahrer in Deutschland lassen weiter die Finger vom neuen Biosprit E10. Rund 85 Prozent lehnten den Kraftstoff kategorisch ab, berichtete das Magazin «Spiegel» unter Berufung auf eine Studie des ADAC. Fast 40 Prozent der Autofahrer gaben darin an, sie seien nicht vom Nutzen für die Umwelt überzeugt. Rund 36 Prozent äußerten die Sorge, das Auto könne Schaden nehmen. Knapp 10 Prozent befürchteten, der Kraftstoffverbrauch werde durch E10 steigen.

Unter den vertrauten E5-Kraftstoffen werden Spritsorten mit fünf Prozent Bio-Ethanol-Zusatz zusammengefasst. Dazu zählen Super und Super Plus. Das neue E10 hat zehn Prozent Ethanol-Beimischung - fast alle Benziner vertragen es, der Verbrauch fällt aber geringfügig höher aus. Laut der ADAC-Studie, die der „Spiegel“ zitiert, sollen rund 85 Prozent der deutschen Autofahrer E10 weiterhin ablehnend gegenüberstehen.

Die Maßnahme des Mineralölkonzerns Esso, an einigen Tankstellen testweise die Preise für den ungeliebten Biosprit E10 zu senken, ist ein Lösungsansatz um das Imageproblem in den Griff zu bekommen.

„Wir haben uns auf dem Benzingipfel zwar verpflichtet, alles zu tun, um die Akzeptanz für E10 zu steigern, aber leider hatten wir mit unserer Aufklärungsarbeit keinen Erfolg“, sagte Esso-Sprecherin Gabriele Radke der „Bild“-Zeitung (Samstag). „Jetzt senken wir an manchen Tankstellen testweise die Preise für E10.“ Bislang lassen die meisten Autofahrer in Deutschland lieber die Finger von dem neuen Biosprit.

Kommentare (7)

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21.03.2011, 16:28 Uhr

Vielleicht haben die Verbraucher ja nur begriffen, dass das Wörtchen "Bio" hier völlig fehl am Platz ist.
Der Agro-Sprit hilft nur den Bauern - aber nicht der Umwelt. Und auf die Frage "Tank oder Teller" gibt es doch wohl nur eine Antwort.
Weiter so.

Manu

21.03.2011, 16:33 Uhr

Dieser Sprit hilft niemandem - im Gegenteil !
Wie krank und pervers ist das Lebensmittel durch den Auspuff zu jagen ??????????????
Zumal Peak Oil eine Lüge ist, ebenso wie die "Fossile" Herkunft des Oels....

L@mb@

21.03.2011, 19:42 Uhr

Angesichts 2 Milliarden hungernder Menschen auf der Erde ist der Endverbraucher nicht so dämlich, wie uns die Politiker einstufen.
Es gibt nur wenige Profiteure, die allesamt wohlgenährt hier zwischen uns sitzen. Klar, daß die auch keine Skrupel haben, Lebensmittel in den Tank zu kippen. Hauptsache die Kasse klingelt!
Aber diesmal hat die Politik die Rechnung ohne uns aufgemacht. Niemals werden wir uns durch Preissenkungen usw. bestechen lassen. Niemand braucht das Zeug, also weg damit.
Der Vorschlag des ADACs die Preise für Supernormal wieder zu senken, ist richtig. Daran kann man übrigens sehen, dass mit Billigung der Politik die Preise systematisch nach oben getrieben wurden. Ein perverses Kalkül mit dem Ziel etwas einzuführen, was nichts mit Umweltverträglichkeit und Nachhaltigkeit zu tun hat. Anderenfalls hätte nämlich niemand je einen Tropfen E10 getankt. Der Flopp wäre noch größer gewesen. Die Politik trägt also auch für die Kostenspirale die Verantwortung.

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