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02.10.2013

17:01 Uhr

Aktion gegen Raser

15.000 Polizisten starten „Blitz-Marathon“

Kommende Woche wird bundesweit an 8600 Stellen geblitzt. Damit wollen die Innenminister das Verhalten der Autofahrer ändern. Die CDU-Fraktion in Nordrhein-Westfalen sprach von einem „PR-Gag“.

15.000 Polizisten werden von 6 Uhr morgens an blitzen. dpa

15.000 Polizisten werden von 6 Uhr morgens an blitzen.

DüsseldorfBeim ersten bundesweiten „Blitz-Marathon“ sind in der kommenden Woche fast 15.000 Polizisten Temposündern auf der Spur. 24 Stunden lang werde an 8600 Stellen von der Polizei kontrolliert, gaben NRW-Innenminister Ralf Jäger (SPD) und sein Amtskollege aus Mecklenburg-Vorpommern, Lorenz Caffier (CDU), am Mittwoch in Düsseldorf bekannt. Hinzu kämen Kontrollen vieler Kommunen, die sich der Aktion angeschlossen hätten. Am Donnerstag kommender Woche (10. Oktober) gehen die Beamten frühmorgens ab 6.00 Uhr in Position. Die Innenministerkonferenz hatte die bundesweite Aktion im Mai beschlossen.

„Wir wollen nicht still und heimlich hinterm Busch blitzen, sondern jeder soll sich an dem Tag mit dem Thema beschäftigen“, sagte Jäger. Ziel sei, das Verhalten der Autofahrer zu ändern. In Nordrhein-Westfalen gab es bereits viermal 24-stündige Tempokontrollen. Die Kontrollstellen werden dabei vorab bekanntgegeben. Beim bislang letzten, vierten „Blitz-Marathon“ waren etwa 28 000 Autofahrer mit zu hoher Geschwindigkeit erwischt worden. 700.000 wurden kontrolliert.

Die Quote der ertappten Autofahrer ist dabei etwa halb so hoch wie sonst bei Tempokontrollen. Daten aus Städten wie Köln und Dortmund legten nahe, dass die Autofahrer ihr Tempo seit Beginn der Aktionen in NRW gedrosselt hätten, so der NRW-Innenminister. Auch sei die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten seit 2012 überdurchschnittlich stark gesunken. Dies seien Anzeichen für einen nachhaltigen Erfolg.

Nicht überzeugt zeigte sich die NRW-Opposition: Es gebe bislang keine wissenschaftliche Überprüfung des Erfolgs, obwohl dafür Tausende Beamte von anderer Arbeit abgezogen werden, kritisierte Robert Orth, innenpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion in Düsseldorf. Die CDU-Fraktion sprach von einem „PR-Gag des Ministers“.

Von

dpa

Kommentare (8)

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wweisenberger

02.10.2013, 18:34 Uhr

"Dies seien Anzeichen für einen nachhaltigen Erfolg"

Das ist ja wohl ein Witz, hier geht es nur darum, möglichst viel Geld zu scheffeln. Ich sehe es jeden Tag: ist der Blitzer da, wird langsam gefahren, ist er wieder weg gibt es freie Fahrt.

Account gelöscht!

02.10.2013, 18:57 Uhr

@wweisenberger
Logische Folgerung: Der Blitzer bleibt dauerhaft und die Autofahrer halten sich an die vorgeschriebene Geschwindigkeit.

So habe ich sie doch richtig verstanden?

Account gelöscht!

02.10.2013, 21:03 Uhr

Der Staat braucht Geld!
In Holland versucht man das durch dauernden Wechsel von 100 - 130 auf der Autobahn zu erreichen. Weil die kleinen Geschwindigkeitsschilder schnell der Aufmerksamkeit entgehen können.
15 ooo Polizisten fehlen dann bei uns für die Verbrechensbekämpfung!
In Berlin und anderswo ist mir aufgefallen das gerade Fahrer bestimmter ausländischer Herkunft mit ihren tiefergelegten Premiumlimousinen die Verkehrsgesetze eklatant Mißachten!
Was macht eigentlich unsere Justiz in Berlin in dem Fall des Grossfamilienclan Mitglieds das bereits mehr als 50 mal wegen Fahren ohne Führerschein vom SEK verhaftet wurde?
Meine Antwort auf das Blitzmarathon:
Ich fahre seit geraumer Zeit maximal + 5 km!
Dadurch bekommt der Staat von mir kein Bussgeld mehr und ich habe seit 10 Jahren Null Punkte!

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