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07.03.2006

16:14 Uhr

Alliance for Synthetic Fuels in Europe

Auto- und Ölkonzerne schmieden BTL-Pakt

Große Automobil- und Mineralölkonzerne haben sich EU-weit zur Förderung des Biomasse-Sprits BTL und anderer alternativer Kraftstoffe verbündet.

HB BRÜSSEL. Damit solle der Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) vermindert werde, teilten die Partner am Dienstag in Brüssel mit. Zu ihnen zählen Daimler-Chrysler, Renault, Volkswagen sowie Shell und Sasol Chevron.

„Wir müssen zusammenarbeiten, auch um die Motorentechnik zu optimieren“, sagte der Konzernchef von Sasol Chevron, George Couvaras. Mit dem informellen Bündnis AFSE (Alliance for Synthetic Fuels in Europe) wollen die Hersteller EU-Hilfe bei Forschung und Entwicklung sowie bei den milliardenschweren Investitionen erreichen. Längerfristiges Ziel ist eine Besteuerung in der EU gemäß den CO2- Emissionen.

EU-Industriekommissar Günter Verheugen sagte im Hinblick auf den Bio-Kraftstoff „der zweiten Generation“ BTL, dieser habe zur CO2- Verminderung das größte Potenzial. Er unterstütze die Initiative der Industrie. Die EU fördere in ihren Programmen solche Techniken besonders.

Anders als beim Biodiesel können bei BTL (Biomass to Liquid) pflanzliche Rohstoffe von Holz- und Bioabfällen bis hin zu eigens angebauten „Energiepflanzen“ vollständig verwertet werden. Endprodukt ist ein flüssiger Kraftstoff, der ohne weitere technische Änderungen in normalen Diesel-Fahrzeugen eingesetzt werden kann.

Mit einem für den Konsumenten spürbaren Durchbruch wird frühestens von 2010/2012 an gerechnet. Der Sprit bringt im Vergleich zu herkömmlichem Diesel eine CO2-Minderung von bis zu 90 Prozent.

Verheugen sagte, das Potenzial der schon ausgereifteren Technik GTL sollte nicht unterschätzt werden. In diesem Verfahren wird Gas in einem Flüssigkraftstoff verwandelt. Während es bei BTL bisher nur Pilotanlagen gibt, arbeiten in Südafrika und Malaysia bereits Fabriken für GTL.

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