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24.01.2005

18:49 Uhr

Nachrichten

Alte Punkte in Flensburg wirken bald länger

Vom 1. Februar an haben es Verkehrssünder in Deutschland etwas schwerer. Die so genannte Überliegefrist verlängert sich von bisher drei Monaten auf ein Jahr, so der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) in München.

dpa/gms MÜNCHEN. Vom 1. Februar an haben es Verkehrssünder in Deutschland etwas schwerer. Die so genannte Überliegefrist verlängert sich von bisher drei Monaten auf ein Jahr, so der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) in München.

Dadurch werde die Tilgung eines bestehenden Eintrags, die bei Verkehrsordnungswidrigkeiten nach zwei Jahren erfolgt, bei einem neuerlichen Verstoß um ein weiteres Jahr „gehemmt“.

Hintergrund dieser Gesetzesänderung ist ein von manchen Verkehrssündern angewandter Trick: Wer bereits Punkte in Flensburg hatte, versuchte den Eintrag nach einem erneuten Verstoß so lange durch ein Widerspruchsverfahren hinauszuzögern, bis die alten Punkte gelöscht wurden. Dadurch ließ sich unter Umständen eine Addition der Punkte vermeiden, die möglicherweise zum Verlust der Fahrerlaubnis geführt hätte.

Hinzu kommt, dass bei einem erneuten Verstoß künftig nicht mehr das Datum des Urteils, sondern der Tat entscheidend ist. Auf Grund dieser Maßnahmen müssen dem Automobilclub zufolge vor allem Vielfahrer, die ein höheres Risiko haben, gegen Verkehrsregeln zu verstoßen, künftig schneller auch mit härteren Konsequenzen bei Verkehrssünden rechnen. Daher sei es umso wichtiger, durch korrektes Verhalten im Verkehr den Punktestand niedrig zu halten.

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