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28.01.2004

15:03 Uhr

Arbeitsgericht verurteilt Angestellte zur Zahlung des Leasingraten-Anteils über die volle Laufzeit

Bei Kündigung wird Dienstwagen teuer

Hat sich ein Arbeitnehmer gegenüber seinem Arbeitgeber schriftlich dazu verpflichtet, die Leasingraten für das Firmenfahrzeug anteilig zu übernehmen, weil das Auto einer höheren Typenklasse angehört oder bestimmte Extras enthält, die dem Mitarbeiter nach der Firmenhierarchie eigentlich nicht zustehen, kann ihn das teuer zu stehen kommen.

crz GARMISCH. Kündigt der Arbeitnehmer nämlich vor Ablauf des Leasingvertrages das Arbeitsverhältnis, muss er die noch ausstehenden Leasingraten auf einmal an den Chef zahlen - und das, obwohl er die Schlüssel für das Firmenfahrzeug mit der Beendigung des Arbeitsverhältnisses längst abgegeben hat.

Eine entsprechende schriftliche Vereinbarung hat das Arbeitsgericht (ArbG) Magdeburg in einer kürzlich ergangenen Entscheidung bestätigt.Besonders bitter für die betroffene Mitarbeiterin: Sie gab den Firmenwagen wegen ihrer Eigenkündigung schon nach zwei Monaten wieder ab - die anteiligen Leasingraten über die restliche Laufzeit von 52 Monaten muss sie laut Richterspruch trotzdem zahlen.Begründung: Der Arbeitnehmer habe es in derartigen Fällen selbst in der Hand, ob er mit einer Kündigung den Eigenanteil an den noch ausstehenden Leasingraten fällig stellt oder nicht.

In dem Urteilsfall hatte sich eine Regionalverkaufsleiterin, die ein Bruttomonatsgehalt in Höhe von 5 589 Euro bezog, auf eigenen Wunsch einen Wagen der Marke Audi A3, 1.6 Attraction ausgesucht.Als Firmenfahrzeug hätte ihr eigentlich nur ein Wagen vom Typ Ford Focus 1.4 zugestanden.

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