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15.10.2014

15:04 Uhr

Auch Lexus betroffen

Toyota ruft weltweit 1,7 Millionen Autos zurück

Unter anderem Probleme mit Bremskopfzylindern und Benzinleitungen zwingen Toyota erneut zu einer Rückrufaktion. Weltweit 1,7 Millionen Autos müssen zurück in die Werkstätten, in Deutschland sind 3100 Autos betroffen.

Auch Autos der Luxusmarke Lexus sind betroffen, hier gibt es Probleme mit Benzinleitungen. AFP

Auch Autos der Luxusmarke Lexus sind betroffen, hier gibt es Probleme mit Benzinleitungen.

Tokio/KölnDer japanische Autohersteller Toyota ruft weltweit fast 1,7 Millionen Autos zurück. Es geht um verschiedene Probleme bei verschiedenen Modellen, unter anderem bei der Oberklassemarke Lexus, wie Toyota am Mittwoch mitteilte. In Deutschland sind 3100 Fahrzeuge betroffen.

Bei den in Deutschland vom Rückruf betroffenen Autos handelt es sich um die Modelle Lexus IS 250, IS 250C, IS F, GS 460, GS 450h, LS 460 und LS 600h, die zwischen Januar 2005 und September 2010 gebaut wurden. Bei den Fahrzeugen könne es zu Problemen mit der Dichtung des elektronischen Einspritzsystems kommen, sagte eine Sprecherin. Dies mache sich unmittelbar durch Benzingeruch im Inneren des Autos bemerkbar.

Das Unternehmen werde die betroffenen Lexus-Fahrer zeitnah anschreiben. Diese Probleme können weltweit bei rund 760.000 Fahrzeugen auftreten, wie Toyota in Japan mitteilte; die meisten betroffenen Autos seien in den USA verkauft worden, etwa 36.000 in Europa.

Bei rund 800.000 Autos können demnach Probleme beim Bremsen auftreten. Weitere rund 190.000 Fahrzeuge müssten nur in Japan wegen Problemen mit dem Treibstofftank in die Werkstätten. Zum Teil seien Fahrzeuge von mehr als einem Problem betroffen, teilte Toyota mit – die Gesamtzahl der Rückrufe belaufe sich daher nicht auf 1,75 Millionen, sondern auf 1,67 Millionen Fahrzeuge.

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Unfälle oder Brände habe es aufgrund der technischen Probleme nach Kenntnis des Unternehmens nicht gegeben, betonte Toyota. Der Autohersteller hat seit Beginn des Jahres bereits viermal Autos in die Werkstätten zurückgerufen.

Erst im April hatte der Branchenprimus mehr als sechs Millionen Autos wegen Problemen bei fünf Bauteilen, darunter dem Kabelbaum, der Lenksäule und den Sitzschienen, in die Werkstätten geholt. Seit dem Debakel in den USA Ende 2009 bis Anfang 2010, als Toyota rund zwölf Millionen Autos zurückrufen musste, was den Ruf des Herstellers nachhaltig schädigte, ist Toyota sehr vorsichtig geworden.

Als Lehre hatte der Konzern eine Qualitätsoffensive gestartet. Bereits der Hinweis auf einen Qualitätsmangel reiche, um einen Rückruf zu starten, erklärt das Unternehmen.

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