Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.11.2013

11:26 Uhr

Audi R8 E-Tron

Rückzieher vom Rückzieher

VonHolger Holzer
Quelle:Spotpress

Vorsprung durch Technik hat sich Audi auf die Fahnen geschrieben. Zuletzt konnte die Marke das Versprechen aber nicht mehr halten. Das soll sich wieder ändern – mit dem Rückgriff auf ein schon beerdigtes Projekt.

Audi R8 E-Tron - Elektro-Sportler könnte doch in Serie gehen Audi

Spannungs-Schwankungen bei Audi: Der R8 E-Tron könnte nun doch in Serie gehen.

Audi denkt nun offenbar doch über die Serienproduktion des Elektro-Supersportwagens R8 E-Tron nach. Ursprünglich war die Entwicklung wegen fehlender Wirtschaftlichkeit gestoppt worden. Der neue Entwicklungschef der VW-Tochter, Ulrich Hackenbarg, erklärte nun jedoch gegenüber der „Automobilwoche“, dem Öko-Prestigeobjekt noch einmal eine Chance geben zu wollen. Man werde das Batteriekonzept ausreizen und sehen, was sich machen lasse, so der Ingenieur.

Hackenberg löste erst im Juli Wolfgang Dürheimer als Chefentwickler bei Audi ab und soll das technologische Profil der Marke wieder stärken. Der Hightech-Sportler R8 E-Tron wäre ein erster Schritt. Auch, um BMW auf den Fersen zu bleiben: Die Münchner bringen im Frühjahr 2014 den Hybrid-Sportler i8 auf den Markt.

Vor einem Jahr entschied Audi, den Elektro-Flitzer aus Kostengründen vorerst nicht auf den Markt bringen – kurz vor dem Start der Serienproduktion. Die kalkulierten Kosten für die Lithium-Ionen-Batterie des Zulieferers Sanyo sollen demnach zu hoch gewesen sein.

Zwar lieferten die zehn bereits gefertigten Fahrzeuge mit ihrem 280 kW/381 PS starken Elektro-Antrieb überzeugende Fahrleistungen, doch angesichts der unzulänglichen, bislang zur Verfügung stehenden Energiespeicher, ließ sich keinerlei Alltagsnutzen des Elektro-Boliden generieren.

Abgesehen von einem Geschwindigkeitsrekord für E-Mobile auf der Nordschleife des Nürburgrings mit einer Rundenzeit von 8:09 Minuten.

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Ingenius

20.11.2013, 17:03 Uhr

Es war wohl seinerzeit eine unglückliche Entscheidung, das Projekt zu stoppen und damit zu demonstrieren Tesla kann es, aber wir nicht.
Dabei verfügt Audi gegenüber Tesla über unendlich viele Vorteile, wie z.B. dem konzernweitem Einkauf, dem modularen Querbaukasten u.v.A.m.
Gut, dass Hackenberg die Sache jetzt die Sache in die Hand nimmt.
Vielleicht wäre es auch eine gute Idee wenn Audi, ähnlich wie Mercedes es bei Tesla gemacht hat, seinerseits bei der Kolibri Power Systems, Berlin einsteigt.
Denn das die ein fortgeschrittenes und vor allem extrem sicheres und leichteres Speichersystem haben, sollte mittlerweile jedem Ingenieur klar geworden sein.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×