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06.01.2012

08:26 Uhr

Auto Expo Neu Delhi

Wenig „grüne Mobilität“ in Neu Delhi

Quelle:dpa

Bei der Auto Expo in Neu Delhi sollten umweltfreundliche Antriebe im Mittelpunkt stehen. Zwar präsentieren die Hersteller Modelle mit spritsparenden Motoren. Doch von "grüner Mobilität" ist nicht viel zu sehen.

Der indische Hersteller Bajaj stellt auf der Auto Expo den RE60 vor. Bei Kleinwagen haben die asiatischen Hersteller die Nase vorn. dpa

Der indische Hersteller Bajaj stellt auf der Auto Expo den RE60 vor. Bei Kleinwagen haben die asiatischen Hersteller die Nase vorn.

Neu DelhiWer mit Taxi oder eigenem Wagen zur Auto Expo in der indischen Hauptstadt Neu Delhi fährt, steht erst einmal im Stau. Die Zufahrtsstraßen sind hoffnungslos verstopft. Ein alltägliches Bild in der Millionenstadt, doch am Eröffnungstag der einzigen internationalen Automobilmesse Indiens ist das Verkehrschaos rund um das Ausstellungsgelände Pragati Maidan noch etwas größer als sonst. "Mobilität für alle" heißt das Motto der diesjährigen Auto Expo (Publikumstage: 7. bis 11. Januar), auf der sich die Branche bis kommenden Mittwoch präsentiert.

Doch trotz der Dauerstaus in Indiens Metropolen setzen die 1.500 Aussteller - darunter 75 deutsche Autohersteller und Zulieferer - vor allem auf den Ausbau des Individualverkehrs. Motorräder und Autos stehen im Mittelpunkt, innovative Verkehrskonzepte für die aufstrebende Wirtschaftsnation werden allenfalls am Rande diskutiert. Ein westlicher Autoexperte glaubt den Grund dafür zu kennen: Der Individualverkehr werde in Indien immer wichtiger, sagt er, da es nicht genug öffentliche Verkehrsmittel für die vielen Menschen gebe.

Auch das vor Expostart von den Veranstaltern propagierte Thema "grüne Mobilität" geht inmitten der glitzernden Messestände unter. Zwar präsentieren alle Hersteller neue Modelle mit spritsparenden Motoren. Zudem werden Elektroautos und Fahrzeuge mit Hybridantrieb gezeigt. Doch darüber hinaus ist wenig davon zu sehen, dass Indien "ein Vorreiter in diesem Bereich" sein wolle, wie unlängst noch der Chef des Branchenverbandes Siam, S. Sandiliya, verkündet hatte.

Zumindest der Wille zum Umdenken scheint jedoch vorhanden zu sein. "Je mehr Autos auf Indiens Straßen fahren, umso größer werden Luftverschmutzung und Umweltbelastung", weiß Arvind Kapur, Präsident des Verbandes der indischen Zulieferindustrie. "Daher wollen wir uns in Sachen grüne Mobilität den internationale Standards anpassen." Ein Problem dabei seien allerdings die noch immer höheren Kosten für umweltfreundliche Technologien.

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