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10.05.2012

09:44 Uhr

Auto-Finanzierung

Autobank betont kundenfreundliche Bonitätsprüfung

Quelle:MID

Bei der Bonitätsprüfung ihrer Kunden setzen Autobanken andere Maßstäbe als herkömmliche Banken. Angeblich ist die Schufa-Auskunft nicht das Maß, ob eine Autofinanzierung zustande kommt oder nicht.

Bei Leasing- und Auto-Finanzierungen orientiert sich die Ford-Bank bei der Bonitätsprüfung der Kunden nicht ausschließlich an den Schufa-Daten, sondern auch an den bisherigen Erfahrungen mit dem Kunden. Pressefoto

Bei Leasing- und Auto-Finanzierungen orientiert sich die Ford-Bank bei der Bonitätsprüfung der Kunden nicht ausschließlich an den Schufa-Daten, sondern auch an den bisherigen Erfahrungen mit dem Kunden.

KölnDer Trend bei herkömmlichen Geldinstituten geht laut Alexandra Kurth-Schiffbauer, Marketingexpertin bei der Ford Bank, dahin, dass bei einer Kunden-Bonitätsprüfung möglichst viele Informationen abgefragt und bewertet werden. Neben der Schufa-Nachfrage mit ihrer Auskunft über die finanzielle Situation und der Creditreform-Auskunft, die besonders über die wirtschaftliche Lage von Selbständigen und Firmen berichtet, gehören dazu auch so genannte Sozialdaten.

Gemäß Korth-Schiffbauer greifen Autobanken bei ihren Bonitätsüberprüfungen auch auf Schufa und Creditreform zurück, doch letztlich entscheidend ist die Kundenbeziehung und das Kundenpotential. "War die bisherige Zusammenarbeit mit dem Kunden gut, wird sie trotz negativer Schufa- oder Creditreform-Auskunft fortgesetzt", stellt die Ford-Frau klar. Das heißt, er erhält den gewünschten Kredit-, Leasing- oder Mietvertrag zu autobanküblichen Konditionen, ein Risikoaufschlag wird nicht eingerechnet.

Mit Kundenpotenzial ist gemeint, dass auch die mögliche künftige Einkommens- oder Gewinnentwicklung eines Autofahrers beziehungsweise einer Firma bewertet werden. Übersetzt: geprüft wird wie viele Fahrzeuge der Kunde künftig bestellen könnte.

Was bei Auto-Re-Importen zu beachten ist

Warum Re-Import?

Weils billiger ist. Bis zu 30 Prozent sparen Neuwagenkäufer, wenn sie das Fahrzeug über einen freien Händler als Re-Import bestellen. Möglich ist dies, weil die Hersteller in den Ländern der Europäischen Union eine flexible Preispolitik betreiben.

Vorteile

Durch einen Re-Import kann beispielsweise der Nettopreis eines Fahrzeugs aus deutscher Produktion in Italien mehrere tausend Euro unter dem Verkaufspreis beim Vertragshändler hierzulande liegen. Außerdem sind andere Paket-Zusammenstellungen bzw. Ausstattungs-Zusammenstellungen in unterschiedlichen Ländern üblich, die für den Käufer von Vorteil sein können. Kunden sollten sich vom Anbieter alle Details lückenlos dokumentieren zu lassen.

Gibt's Unterschiede?

Ja. Es kann zum Teil sogar an wichtiger Ausstattung mangeln, erklärt der TÜV Nord. Re-Importe sind oft landestypisch ausgestattet, deshalb können zum Beispiel Sicherheitssysteme wie Airbags oder ESP fehlen. Danach sollten Kunden auf jeden Fall beim Händler fragen. Müssen diese entsprechend der Straßenverkehrszulassungsordnung (StVZO) nachgerüstet werden, wirds teuer. In Streitfällen darf der Re-Import-Käufer außerdem keine besondere Kulanz in der deutschen Markenhändler-Werkstatt oder beim Hersteller erwarten.

Papiere

Alle Fahrzeugpapiere und die Rechnung müssen im Original vorliegen, denn Kopien werden von den deutschen Zulassungsbehörden und bei der Hauptuntersuchung nicht akzeptiert. Beim Entgegennehmen des Fahrzeugs muss der Händler dem Kunden diese Original-Papiere übergeben. Außerdem ist der europäische Händler dazu verpflichtet, das "Certificate of Conformity" (COC) auszuhändigen.


Garantie

Mit Blick auf die Garantie haben Re-Import-Käufer gegenüber dem Hersteller die gleichen Rechte wie bei einem in Deutschland gekauften Fahrzeug - sofern der Händler das Wartungsheft gestempelt und mit dem Auslieferungsdatum versehen hat.

Lediglich bei Ladenhütern sollten Kunden vorsichtig sein, denn in manchen Ländern läuft die Garantiezeit ab der Auslieferung an den Zwischenhändler, nicht erst ab der Zulassung wie in Deutschland; ein Minus für Autos, die lange auf dem Hof gestanden haben. 

Abgasnorm & Allgemeines

Außerdem ist bei Re-Importen auf die im Ausland vergebene Abgasnorm zu achten. Manchmal werden die Pkw nach Angaben des Internet-Portals "AutoTopdeal" schlechter eingestuft, als dies in Deutschland der Fall wäre. Das kann steuerliche Nachteile bringen. 
Und generell sollten Kunden natürlich auf die Seriosität des Händlers achten, niemals Vorkasse leisten und alle Dokumente genau prüfen. Dann kann mancher Autokäufer mit einem Re-Import ein guten Fang machen, ohne böse Überraschungen dabei zu erleben.

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