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13.07.2012

11:56 Uhr

Auto

Jährliche HU für ältere Autos?

Quelle:MID

Für mehr Verkehrssicherheit soll nach dem Willen der Europäischen Kommission künftig eine jährliche Hauptuntersuchung (HU) bei "älteren" Autos sorgen. Automobilclubs laufen Sturm.

Nach Plänen der EU-Kommission sollen Autos ab einem Alter von sechs Jahren oder mit einer Laufleistung über 160 000 Kilometern künftig jährlich zur Hauptuntersuchung.

Nach Plänen der EU-Kommission sollen Autos ab einem Alter von sechs Jahren oder mit einer Laufleistung über 160 000 Kilometern künftig jährlich zur Hauptuntersuchung.

DüsseldorfFür mehr Verkehrssicherheit soll nach dem Willen der Europäischen Kommission künftig eine jährliche Hauptuntersuchung (HU) bei "älteren" Autos sorgen. Automobilclubs laufen Sturm und bezeichnen den Vorschlag als Abzocke am Verbraucher, auch das Bundesverkehrsministerium äußert Bedenken.

Laut dem Entwurf müssten Autos dann erstmalig nach vier Jahren zur HU, statt nach drei Jahren wie bisher in Deutschland, und zum zweiten Mal nach sechs Jahren. Danach ist die jährliche TÜV-Prüfung angesagt. Nach einer Laufleistung von über 160 000 Kilometern müssen auch vierjährige Autos jährlich antreten. Die Kommission argumentiert, dass jedes Jahr etwa 2 000 Menschen auf Europas Straßen sterben, weil Fahrzeuge nicht verkehrstauglich gewesen seien.

Das sieht der ADAC völlig anders. Eine Verkürzung der Prüf-Intervalle erhöhe nicht die Sicherheit, sondern nütze allein den Prüforganisationen, so der Automobilclub. 2010 seien technische Mängel nur bei vier von 1000 Verkehrsunfällen mit Personenschaden die Ursache gewesen, eine technische Begründung gebe es also nicht. In Deutschland würde eine Neuregelung mehr als die Hälfte der 43 Millionen Pkw betreffen und zusätzliche Kosten von jährlich 630 Millionen Euro verursachen.

Auch Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer lehnt den Vorschlag der EU-Kommission ab: "Unsere Prüfpraxis hat sich seit langem bewährt und kann anderen EU-Ländern hilfreiche Orientierung sein." Auf Zustimmung stößt die Kommission allein bei den Prüforganisationen, die die Hauptprofiteure von der Neuregelung sein würden.

Die Kritik an einer Verkürzung der Intervalle ist zwar durchaus nachvollziehbar, doch der potentielle Nutzen ist sehr gering, die Mehrkosten dagegen immens. Ein obligatorisches Fahrsicherheitstraining für alle Verkehrsteilnehmer oder eine bessere technische Überwachung der Reifen im Fahrzeug beispielsweise wäre nicht teurer, aber wohl deutlich effektiver.

Kommentare (5)

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stenkelfeld

31.07.2012, 18:04 Uhr

Geldgeile Saubande.
Alles so lassen wie es ist.

Lothar

01.08.2012, 17:57 Uhr

Die,die sich solch einen Unsinn ausdenken,kennen doch garnicht die Kosten,die ein Autobesitzer hat.Aber das ist auch nicht der Grund,warum der Autofahrer abgezockt werden soll.Wenn man alle Autos in der EU mit mehr als 160000KM jedes Jahr zum TÜV schickt,muß man sich doch fragen,wieviel Geld das ist.Unsere Politiker haben also eine Geldquelle gefunden,die den politischen IRRSINN ( Griechenland,Spanien,Italien usw.) finanzieren soll.In meinen Augen sind das nur Fachidioten,die aber von dem Fach keine Ahnung haben.Man soll sie alle zum Teufel jagen

romel-aledin

02.08.2012, 19:49 Uhr

Natürlich sind die neuen Pläne reine Abzocke. Ob man denn erfahren kann, wer die EU-Kommission bildet?Die Pläne über verkürzte Prüffristen existierten in Deutschland doch schon, als in der Türkei noch niemand etwas von einer turnusmäßigen Fahrzeugprüfung auch nur ahnte.

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