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28.02.2012

07:49 Uhr

Auto-Rabatte

Hohes Niveau bei Neuwagenverkäufen

Quelle:MID

Der hiesige Fahrzeugmarkt steht unter hohem Preisdruck: Die Rabatte im deutschen Automarkt sind nach Erhebungen des CAR-Instituts im Februar erneut angestiegen.

Im Februar ist das Rabattniveau erneut angestiegen. So wird beispielsweise der VW Golf bei Online-Vermittlern mit einem Preisabschlag von bis zu 23 Prozent zu Markt getragen. PR

Im Februar ist das Rabattniveau erneut angestiegen. So wird beispielsweise der VW Golf bei Online-Vermittlern mit einem Preisabschlag von bis zu 23 Prozent zu Markt getragen.

DuisburgEin hoher Preisdruck herrscht auf dem Automarkt. Im Februar ist das Rabattniveau erneut angestiegen. Ein Grund liegt in der hohen Zahl von taktischen Zulassungen – also Neufahrzeug-Zulassungen auf einen Händler oder den Hersteller, die dann mit hohem Preisabschlag wenig später in den Verkauf gehen. Im Januar wurden 63.596 Fahrzeuge auf diese Weise für den Verkehr zugelassen. Zwar sind das 6.700 Einheiten weniger als im Vormonat, doch stieg der Anteil an den Gesamtzulassungen von 28,7 Prozent auf 30,3 Prozent.

Dabei brachten VW und Audi gut jedes vierte Auto als Tageszulassung in den Markt, Ford, BMW, und Mercedes knapp jedes dritte. An der Spitze stand Opel mit 35 Prozent - nach fast 52 Prozent im Dezember. Es sei gut, dass Opel die Zahl der taktischen Zulassungen zurückgefahren habe, sagte Dudenhöffer: „Denn das macht das Image kaputt, wird für den Autobauer sehr teuer und zerstört den Markt.“

Ein weiterer Faktor ist die hohe Zahl von 370 offenen Herstelleraktionen. Das sind 36 Aktionen mehr als noch im Januar und gleichzeitig die höchste Zahl an offenen Verkaufsförderungsaktionen der Autobauer, die das CAR in einem Monat Februar je beobachtet hat. Erfasst werden unter dieser Kategorie Sondermodelle, Sonderfinanzierungen, Leasing, Rabatte, Gebrauchtwagenüberzahlungen und Wertgutscheine, die direkt vom Hersteller ausgelobt werden. Zusätzliche Händleraktionen fallen nicht darunter.

Im Durchschnitt sparten die Kunden im Februar durch Sondermodelle, Sonderfinanzierungen, Leasing oder Rabatte 11,0 Prozent gegenüber dem Listenpreis. Zusätzlich Händlerrabatte sind nicht berücksichtigt. Deshalb könne der Nachlass im Endeffekt sogar deutlich höher liegen, betonte CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer: „In aller Regel werden etwa die Sondermodelle mit zusätzlichen, zum Teil zweistelligen Händlerrabatten im Verkauf angeboten.“

Die höchsten Nachlässe mit 26,3 Prozent zum Listenpreis ermittelte das Zentrum erneut für den Fiat Panda, der vor einem Modellwechsel steht. Chevrolet bot das Modell Aveo für einen Einstiegspreis von 8.895 Euro an - ein Nachlass von 3.095 Euro oder 25,8 Prozent gegenüber der Standardpreisliste.

Außerdem sind die Rabatte bei den Internetvermittlern weiter gestiegen. So wird beispielsweise der VW Golf bei Onlinevermittlern mit einem Preisabschlag von 20,5 Prozent zu Markte getragen, und bei Inzahlungnahme eines Fremdfabrikats sind es gar 23 Prozent. Ähnlich wie das BMW beim alten 3er versucht habe, scheine VW in der Auslaufphase des Golf die Verkäufe mit hohen Nachlässen ankurbeln zu wollen, analysierte Dudenhöffer. Dies geschehe allerdings sehr früh, denn der neue Golf stehe erst Ende November bei den Händlern.

Beim Golf-Sondermodell „Match“ erhöhe sich der Rabatt über Internetvermittler sogar auf 31 Prozent, errechnete das CAR-Institut: „Damit wird der VW Golf zum absoluten Schnäppchen. Die hohen VW Golf Rabatte spüren auch Wettbewerber wie der Opel Astra, der mit 28,2 Prozent Rabatt bei Internetvermittlern angeboten wird und der Ford Focus mit 24,3 Prozent Rabatt.“

Der durchschnittliche bei Internetvermittlern ermittelte Händlerrabatt liegt im Februar bei 18,2 Prozent und ist damit um 0,6 Prozentpunkte höher als im Januar. Gestiegen sind vor allem die Nachlässe auf den BMW 1er und X1, den Ford Fiesta und Focus, den Opel Astra, Corsa und Meriva und den VW Golf.

Den Kunden freut’s. Und als Fazit sieht das Institut auch in den kommenden zwei bis drei Monaten ein hohes Rabattniveau bei Neuwagenverkäufen, die jedoch von einer dauerhaft anhaltenden, guten Konjunkturlage wieder gestoppt werden könnte.

Kommentare (1)

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28.02.2012, 13:11 Uhr

entweder verstehen die leute langsam, dass ein golf mittlerweile in durchschnittlicher ausstattung 25t€ / 50tDM kostet und man diesen nicht mal mehr für 150DM volltanken kann, oder andere energiepreise lassen keinen spielraum für autokäufe

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