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15.04.2011

11:23 Uhr

Auto Shanghai 2011

Neues in Fernost

VonSebastian Schaal

China wird für die Autoindustrie immer wichtiger. Das kann man auch auf der Automesse in Shanghai sehen, mehr und mehr Hersteller feiern in China die Weltpremieren ihrer Autos - darunter auch viele deutsche.

DüsseldorfDer Fahrzeugmarkt in China wächst stetig. Neben günstigen Autos für die Massen sind aber auch noble Karossen aus Europa gefragt. Ganz oben in der Gunst der chinesischen Autokäufer stehen die deutschen Hersteller. Diese präsentieren immer öfter ihre neuen Modelle in dem für sie so bedeutsamen Land - zum Beispiel auf der Auto Shanghai 2011, der größten internationalen Automesse des asiatischen Großreiches.

BMW hat gleich mehrere Premieren auf seinem Stand. Das 6er Coupé wurde zwar bereits vorgestellt, feiert in Asien jedoch seinen ersten Auftritt bei einer Messe. Ab Herbst ist der sportlich-elegante Gleiter dann auch bei uns erhältlich - falls man mindestens 74.700 Euro an die Münchner überweist.

Zum ersten Mal zeigt BMW in Shanghai eine seriennahe Studie des neuen M5, der ebenfalls im Herbst auf den Markt kommt. Der 5-Liter-Saugmotor mit zehn Zylindern aus dem Vorgänger landet nach nur fünf Jahren Bauzeit beim Altmetall - zu schwer und vor allem zu durstig. In der Sport-Limousine steckt jetzt ein V8-Biturbo mit 4,4 Litern Hubraum, der bereits aus dem X6 M bekannt ist. Dort leistet er 555 PS, im M5 könnten es ein paar mehr werden. Bis zu 580 PS sind im Gespräch. Preise stehen noch nicht fest, die endgültige Version soll im September auf der IAA in Frankfurt stehen.

Bayrisch-chinesische Kooperation

In Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hersteller Brilliance entstand der Prototyp eines 5ers mit Plug-in-Hybrid. In der Langversion des 5er, die im chinesischen Werk Shenyang produziert wird, kommt ein 218-PS-Benziner und ein 95 PS starker Elektromotor zum Einsatz. Bei sparsamer Fahrweise sollen 75 Kilometer rein elektrisch zurückgelegt werden können, dazu kommen 400 Kilometer Reichweite mit dem Verbrennungsmotor. 2013 soll die Serienproduktion beginnen. Wohl nie in Serie gehen wird die Studie ConnectedDrive, mit der BMW die künftige Verknüpfung von Fahrer, Auto und Umwelt demonstrieren will. Der zweisitzige Roadster-Prototyp bietet neue Fahrerassistenzsysteme, ein neues Anzeige- und Bedienkonzept sowie neue Techniklösungen für die Verbindung mit der Welt des Infotainments.

Weltneuheit in der Kompaktklasse: Mercedes bietet in seinem Kleinsten auch ein Abstandsradar mit Kollisionswarnung an.

Weltneuheit in der Kompaktklasse: Mercedes bietet in seinem Kleinsten auch ein Abstandsradar mit Kollisionswarnung an.

Eine wichtige Weltpremiere feiert Mercedes in Shanghai. Mit dem A-Klasse Concept soll ein neues Kompaktwagen-Zeitalter bei den Schwaben beginnen. Die Hochdach-Bauweise mit Sandwich-Boden der aktuellen A- und B-Klasse ist Vergangenheit, der Prototyp hat eher konventionelle Kompaktwagen-Abmessungen. Weniger gewöhnlich ist das Design der Studie, das viele Elemente des F800 Style trägt. Hier wird sich bis zur Serienreife wohl noch einiges tun. Design-Chef Gorden Wagener sprach gegenüber "Auto Motor und Sport" vom coolsten Mercedes aller Zeiten. "Dieser Auftritt gibt einen Vorgeschmack auf das, was demnächst in dieser Klasse von Mercedes-Benz kommt: ein Angreifer. Gleichzeitig verjüngen wir das Markenimage", so Wagener zu der Fachzeitschrift. Unter der Haube geht es weniger futuristisch zu. Ein neu entwickelter Benzinmotor mit Turboaufladung und Benzin-Direkteinspritzung gibt seine 210 PS über ein ebenfalls neues Doppelkupplungsgetriebe auf die Straße.

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