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01.09.2011

15:40 Uhr

Auto-Technik

Laserlicht für künftige BMW-Modelle

BMW will seine Autos mit Laserlicht ausstatten. Nach Voll-LED-Scheinwerfern sei das der nächste Schritt in der Entwicklung, teilte der Autokonzern mit. Zugleich eröffnet die Technik bisher unbekannte Möglichkeiten.

BMW tüftelt am Laserlicht für Autos. Einen ersten Eindruck davon kann man sich auf der IAA machen. BMW

BMW tüftelt am Laserlicht für Autos. Einen ersten Eindruck davon kann man sich auf der IAA machen.

MünchenIn der Sportwagenstudie i8 Concept soll die innovative Lichttechnik auf der Internationalen Automobilausstellung IAA (15. bis 25. September) in Frankfurt vorgestellt werden. Die Einführung in die Serienproduktion sei in drei bis fünf Jahren denkbar, sagte eine BMW-Sprecherin. Das Laserlicht ist den Unternehmensangaben zufolge für Menschen und Tiere ungefährlich: Es werde nicht direkt ausgestrahlt, sondern für den Einsatz im Straßenverkehr umgewandelt. Das Ergebnis sei ein sehr helles, weißes und für das Auge harmloses Licht. Im Vergleich zu LED-Leuchten benötigen die Scheinwerfer mit Lasertechnik laut BMW nur halb so viel Energie, was sich positiv auf den Kraftstoffverbrauch auswirkt. Außerdem seien die Laserdioden noch 100 Mal kleiner als die gerade einmal einen Millimeter großen LEDs.

Ein weiterer Vorteil: Laserlicht schwingt synchron. Was erst einmal uninteressant klingt, eröffnet in der Praxis neue Einsatzmöglichkeiten. Durch die Synchronität breitet sich Laserlicht nahezu parallel aus, womit im Autoscheinwerfer ganz gezielt einzelne Bereiche unabhängig voneinander ausgeleuchtet werden können, ohne das der Gegenverkehr geblendet wird. Bereits heute existieren Systeme, die im Dunkeln Fußgänger vor dem Fahrzeug erkennen. Mit Laser-Scheinwerfern wäre es möglich, den Fußgänger auch noch gezielt anzuleuchten - der Fahrer muss den Blick nicht mehr auf das Display des Nachtsichtassistenten senken.

Die Größe gibt den Designern auch neue Freiheiten bei der Gestaltung der Leuchten. Dramatisch kleiner werden sollen die Schweinwerfereinheiten nach Aussage von BMW aber nicht. Sie seien weiterhin ein wichtiges Designelement, die geringe Bautiefe ermöglicht aber neue Integrationen in die Karosserie und die Designsprache.

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