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19.01.2007

09:38 Uhr

Auto

Werkstatt muss Eignung eines Wagens auf Gasbetrieb prüfen

Eine Autowerkstatt muss vor der Umrüsten eines Fahrzeugs auf Autogas sicher stellen, dass der Wagen tatsächlich für den Gasbetrieb geeignet ist. Außerdem muss sie den Kunden über die Risiken der Anlage aufklären.

dpa/gms FRANKFURT/MAIN/BERLIN. Eine Autowerkstatt muss vor der Umrüsten eines Fahrzeugs auf Autogas sicher stellen, dass der Wagen tatsächlich für den Gasbetrieb geeignet ist. Außerdem muss sie den Kunden über die Risiken der Anlage aufklären.

Das hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt entschieden, teilt der Anwaltsuchservice in Berlin mit (Az.: acht U 211/05). Im verhandelten Fall hatte ein Autofahrer den Angaben zufolge eine Spezialwerkstatt auf Schadensersatz verklagt. Sie hatte in den Wagen des Kunden eine Autogasanlage eingebaut. Nach 14 000 Kilometern stellte der Mann bei einem Inspektionstermin fest, dass drei von vier Zylindern keine Kompression mehr hatten. Die Ventilsitzringe waren für Autogas nicht hitzebeständig genug - und der Motor war kaputt.

Das Gericht gab dem Mann dann Recht. Von einer Spezialwerkstatt für Autogasumrüstung könne man verlangen, dass sie Kunden informiert, wenn ihr Fahrzeug nicht für Autogas geeignet ist, und über generelle Risiken im Zusammenhang mit der Umrüstung aufklärt. Die Werkstatt musste dem Kunden daher die 2 520 Euro für die Autogasanlage zurückerstatten und zudem 12 000 Euro Schadensersatz zahlen.

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