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30.10.2012

08:29 Uhr

Autokauf

16 Monate sparen für den Neuen

Quelle:MID

Der deutsche Arbeitnehmer muss für ein neues Auto immer länger sparen. Laut einer CAR-Studie „laufen die Preise den Käufern davon“, da die Nettolöhne und -gehälter langsamer steigen als die Autopreise.

Immer länger muss "Otto Normalverbraucher" für den Neuwagen sparen. MID

Immer länger muss "Otto Normalverbraucher" für den Neuwagen sparen.

DuisburgDer deutsche Arbeitnehmer muss für ein neues Auto immer länger sparen. Laut einer Erhebung des Center Automotive Research (CAR) der Universität Duisburg-Essen „laufen die Preise den Käufern davon“, da die Nettolöhne und -gehälter langsamer steigen als die Autopreise. 16 Monate lang muss der Durchschnittsarbeitnehmer seine gesamten Nettobezüge zurücklegen, um sich ein Auto zum Durchschnittspreis von 26.400 Euro kaufen zu können. Im Jahr 1980 kostete das Durchschnittauto 8.420 Euro.

Allein zwischen 1980 und 2007 stieg die Ansparzeit von 9,4 Monaten auf 16,2 Monate an. Einzig die Abwrackprämie aus dem Jahr 2009 konnte den Trend kurzzeitig stoppen. Im vergangenen Jahr musste der Durchschnittskäufer noch 15,7 Monate sparen.

Die Krise am deutschen Automarkt wird sich also auch im kommenden Jahr weiter verschärfen. Hohe Preise, ein unsicherer Arbeitsmarkt, Kurzarbeit und die europäische Schuldenkrise lassen den Verbraucher beim Kauf neuer Autos zögern. Nach 3,1 Millionen Neufahrzeugen in diesem Jahr wird der Markt im kommenden Jahr nach CAR-Prognosen auf nur noch 3,03 Millionen Einheiten schrumpfen – das schlechteste Ergebnis seit der deutschen Wiedervereinigung.

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

30.10.2012, 08:53 Uhr

Wer bitte will sich so lange einschränken - nur für ein Auto?? -und denn dann am besten gleich beim Unfall schrotten - vielleicht liegen da die Prioriäten nicht ganz richtig? Dann doch lieber einen Gebrauchten und den Rest entweder investieren oder in Urlaub fahren

Account gelöscht!

30.10.2012, 09:26 Uhr

Mein Wagen steht seit Jahren in der Einfahrt - unbewegt.

Normalbuergerin

30.10.2012, 11:06 Uhr

M.E. hat die Autoindustrie seit 20 Jahren an den Verbrauchern vorbei entwickelt und immer größere mit teilweise unsinniger Technik aufgeblähte (Leasing) Fahrzeuge auf den Markt gebracht. Firmenkunden also.
Was der Normalbürger braucht interessierte lange Zeit überhaupt nicht - geschweige denn die Umwelt bzw zu neige gehender Rohstoffe, die - wen wunderts - auch noch teuerer werden. Viel zu spät haben die Herrschaften erkannt, dass kleine, günstige und vor allem verbrauchsarme Autos nachgefragt werden. Die Auto´s doppelt so teuer - Reallöhne kaum gestiegen - wer kauft sich da bitte noch eine Auto für 30000 EUR - und dann wenn es ein deutsches Fabrikat ist fast ohne Extras in der Mittelklasse? Mit sind wir schnell mal bei 45000 EUR ? Hallo ? 90000 DM für ein Auto ? Mittelklasse ? Hat die Autoindustrie den Taschenrechner länger nicht mehr benutzt? Ich befürchte ja.

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