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20.06.2011

12:03 Uhr

Autokauf

Neuwagen-Preise klettern auf Rekordhoch

„Wenn Sie ein Auto kaufen, kaufen Sie es jetzt!“ So könnte die Werbebotschaft der Branche lauten. Der Grund: Die Preise werden weiter steigen, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Beim Neuwagenkauf sind nicht nur Ratenzinsen und Ausstattung wichtig. Auch auf steigende Lieferzeiten müssen sich viele Interessenten einstellen. Quelle: gms

Beim Neuwagenkauf sind nicht nur Ratenzinsen und Ausstattung wichtig. Auch auf steigende Lieferzeiten müssen sich viele Interessenten einstellen.

Duisburg/DüsseldorfEin neues Auto kostete in den ersten fünf Monaten dieses Jahres durchschnittlich 25.740 Euro. 2010 waren es 24.913 Euro, das bedeutet einen Anstieg um 3,3 Prozent oder 827 Euro. Dies ist der höchste Durchschnittspreis, der jemals in Deutschland für Neuwagen bezahlt wurde. Verglichen wurden jeweils die Listenpreise der Hersteller. Hinzu kommt, dass viele Händler weniger Rabatte gewähren als im Vorjahr, sagt Prof. Ferdinand Dudenhöffer, Leiter des Forschungszentrums. Er rechnet damit, dass die Preise bis zum Jahresende noch weiter steigen werden.

Autos, die inzwischen seit einem Jahr offiziell Oldtimer sind, also aus dem Jahre 1980 stammen, kosteten damals umgerechnet im Schnitt 8.420 Euro, im Jahre 2000 waren es dann schon 20.410 Euro. Heute geben die Deutschen mit 26.470 Euro mehr als dreimal soviel aus für ihren Neuwagen als 1980. Allerdings betrug 1980 auch die Mehrwertsteuer statt 19 Prozent „nur“ 13 Prozent, dafür war die Kaufkraft kräftig gefallen: Die Inflationsrate stieg auf 5,4 Prozent. Seitdem ist sie nie mehr über 2,6 Prozent (2008) gestiegen.

Auch der Staat verdient also beim Neuwagenkauf mit. Nahm der Finanzminister pro Neuwagen vor 31 Jahren „nur“ 969 Euro ein, so sind es mittlerweile 4.110 Euro durch die Umsatzsteuer, also 4,2 mal soviel wie noch 1980.

Der Neuwagenpreis hat sich in 31 Jahren mehr als verdreifacht.

Der Neuwagenpreis hat sich in 31 Jahren mehr als verdreifacht.

Leicht gestiegen sind auch die Käufe von Dienstwagen, die in der Regel teurer sind als die Neuwagen der Privatkäufer. Zusätzlich ist der Anteil der Kompakt- und Kleinwagen von 53,4 Prozent (2010) auf 48,7 Prozent in den ersten fünf Monaten dieses Jahres gesunken. Die Deutschen kaufen also wieder größere und damit teurere Autos.

Kommentare (7)

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Wutbuerger

20.06.2011, 11:56 Uhr

Die Preise steigen weiter, weil das wertlose Geld immer mehr verwässert und vermehrt wird - Inflation genannt.
Wer jetzt viel Geld für ein neues Auto ausgibt ist ja wohl nur noch dumm.
Es dauert nicht mehr lange und das weltweite Finazsystem fliegt und - geplanterweise - um die Ohren.
Wer hat dann noch Geld für Autos ???????
Diejenigen welche rechtzeitig ihr wertloses Papiergeld in Edelmetalle eingetauscht haben.
Dafür gibt es dann nagelneue Autos für nen Appel und ein Ei, weil die meisten Dummköpfe ( ca. 95% der Bevölkerung ) pleite sind.
Aber die Meisten kapieren es wohl nie......

Manfred

20.06.2011, 12:01 Uhr

Korrekt !

Schlaumeier

20.06.2011, 12:44 Uhr

Propaganda der Autoindustrie. Rabatt: BMW 5er (neu) = 20%.
Den Leuten gehts schlecht. Tendenz: Verschlechterung. Da kaufen alle Leute neue Autos und zahlen Höchstpreise. Soviel Idioten, wie die Autoindustrie möchte, laufen hier nun auch nicht rum.

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