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21.11.2012

11:43 Uhr

Automarke Qoros

Lernen von Skoda und Korea

Quelle:MID

Alle Versuche Chinas, auf dem deutschen Automarkt Fuß zu fassen, scheiterten bislang an gravierenden Mängeln bei Sicherheit und Qualität. Nun soll eine ganz neue Automarke den Durchbruch bringen: Qoros.

Mit Qoros will China weg vom Image des Billiganbieters. Reuters

Mit Qoros will China weg vom Image des Billiganbieters.

DüsseldorfMit desaströsen Ergebnissen endeten bislang alle Versuche chinesischer Autobauer, in Europa und Deutschland Fuß zu fassen. Ob "Landwind" oder "Brilliance", alle Fahrzeuge aus dem Reich der Mitte scheiternden bislang an gravierenden Mängeln bei Sicherheit und Qualität. Nun soll eine ganz neue Automarke den Durchbruch von Fahrzeugen "Made in China" auf dem europäischen Markt bringen: Qoros. Die jüngste Automarke der Welt setzt auf renommierte Partner und viel deutsches Knowhow.

China, inzwischen größter Automarkt der Welt, ist für Außenstehende noch immer ein Autoland voller Rätsel und Mysterien. Alle erfolgreichen ausländischen Marken bilden eine Kooperation mit einem einheimischen Unternehmen. So schreibt es das chinesische Gesetz vor. "FAW" steht beispielsweise für "First Automotive Works" und ist der einheimische Joint-Venture-Partner von Volkswagen. Daimler kooperiert mit der "Beijing Automotive Industry Holding" (BAIC), während Kia, Nissan oder der französische PSA-Konzern mit "Dongfeng" zusammenarbeiten.

Darüber hinaus bauen Dutzende von chinesischen Herstellern Autos, die ausschließlich für ihren heimischen Markt bestimmt sind. Diese Produkte aber können die Standards für technische Ausstattung, Sicherheit oder Verarbeitung nicht im Entferntesten erfüllen, die für einen erfolgreichen Vertrieb in Europa oder den Vereinigten Staaten unerlässlich sind.

Den ersten Versuch startete "Jiangling Motors" aus der südchinesischen Fünfmillionen-Metropole Nanchang mit dem SUV "Landwind", ein Modell auf Basis des Isuzu "Trooper", beziehungsweise des Opel "Frontera". 2005 unterzog der ADAC den 15.000 Euro teuren Offroader vor der für Herbst geplanten Markteinführung einer Crashtest-Serie. Die Ergebnisse fielen so katastrophal aus, dass der Importeur auf den Vertrieb des ABS- und ESP-freien Autos verzichtete.

Als Kooperationspartner von BMW sah sich Brilliance eher gewappnet, die Herausforderungen des deutschen und des europäischen Marks ab 2008 anzunehmen. Die beiden Mittelklassebaureihen "BS4" und "BS6" fielen beim NCAP-Crashtest aber ebenso mit Pauken und Trompeten durch wie bei zahllosen Tests, die gravierende qualitative Mängel offenbarten. Bereits 2009 musste die Vertriebsgesellschaft Konkurs anmelden.

Nun will Qoros den nächsten Versuch einer chinesischen Auto-Offensive in Europa wagen. Dazu hat der größte unabhängige chinesische Hersteller "Chery" mit einem Investor aus Israel ein Paket mit zwei Milliarden Euro Investitionsvolumen geschnürt. Bis 2015 sollen die Mittel in neue Produktionsstätten für bis zu 500.000 Fahrzeuge jährlich, ein Vertriebsnetz und vier komplette Modellreihen fließen. Die erste Baustufe des westlich von Shanghai gelegenen Werks Chanshu beschäftigt die ersten 350 der bislang 800 aktiven Mitarbeiter des 2007 gegründeten Labels.

Kommentare (10)

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Stefan

21.11.2012, 14:33 Uhr

Ohne das Ganze massiv zu subventionieren wird das nicht darstellbar sein. Die Chinesen können nicht hexen, weiss garnicht was da ständig diese Angst vor China bedeuten soll.

Effektive und Qualitätsbewusste Produktion kostet in China mehr als in Deutschland (nur sieht man das immer erst am Ende was in der Kasse übrig bleibt), mal davon abgesehen dass die das zum einen erstmal garnicht können und zum anderen auch garnicht wollen (Kulturell bedingt).

Die Chinesen werden niemals, ohne dass kräftig subventioniert wird, Qualitativ gleichwertige technisch hochwertige Fahrzeuge liefern können. Schliesslich ist das keine Leiterplatte wo man ein paar billige Kondensatoren von chinesischen Bauern einbauen lassen muss.

Account gelöscht!

21.11.2012, 15:25 Uhr

China und Kracher ? Sie meinen wogh eher ein Plagiats-Böller !

scharfschuetze

21.11.2012, 15:44 Uhr

Davor muß kein deutscher Automobiler Angst haben.
Rentner und zusammengekauftes Know-How bilden kein Gegengewicht gegen hundert Jahre Know-How der Spitzengruppe.
Und wenn ich sehe, wie chinesisches Spielzeug (was anderes kriegt man ja kaum noch zu kaufen, egal welcher Hersteller/Importeur drauf steht)schon den ersten Einsatz nicht überlebt, dann frag ich mich, wie wollen die ein komplexes Produkt wie ein Auto auf die Strasse und an den Mann/Frau bringen?
Ein Auto unterhalb von Skoda gibts auch schon, das heisst Dacia. Und bevor ich mir solche Möhre antue, kauf ich lieber nen gebrauchten Golf.

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