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23.04.2012

06:34 Uhr

Automesse

Deutsche Autobauer trotzen den Zweifeln an China

VonFinn Mayer-Kuckuk

Die chinesische Fahrzeugmesse war vor zehn Jahren noch kaum beachtet, heute ist sie eines der wichtigsten Branchentreffen des Jahres. Auch dieses Mal rechnen die Manager mit Rekordwachstum in Asien.

Automesse in Peking

„Nackte Haut, Glamour und Luxus“

Automesse in Peking: "Nackte Haut, Glamour und Luxus"

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PekingDas Jahr hat gut begonnen für die deutschen Autohersteller in Fernost. Auf der regional führenden Messe „Auto China 2012“ stellen sie ab Montag stolz die Modelle aus, mit denen sie nun den Erfolg fortsetzen wollen. „Der Autoabsatz sah im ersten Quartal zwar insgesamt schwach aus, doch das Luxussegment hat sich gut gehalten“, sagt Analyst James Chao von der Forschungsfirma IHS. „Die Branche erwartet nun eine Rückkehr des Wachstums in China.“

Gerade die deutsche Autoindustrie rechnet fest damit, dass sich ihre Sonderkonjunktur gegen den Gesamttrend fortsetzt. „Zwar sehen wir insgesamt einen Rückgang der bis vor kurzem sehr hohen Wachstumsraten“, sagt BMW-Vertriebschef Ian Robertson am Rande der Automesse. „Doch gerade im Premium-Segment ist noch viel Luft nach oben.“ BMW rechnet fürs Gesamtjahr mit einer zweistelligen Absatzsteigerung und will die Zahl der Autohäuser von derzeit knapp 300 auf rund 350 steigern.

VW stellt sein Konzept für den E-Bugster Speedster in China vor. dpa

VW stellt sein Konzept für den E-Bugster Speedster in China vor.

Im ersten Quartal 2012 hat der Münchner Anbieter in China bereits so viele Autos abgesetzt wie im Gesamtjahr 2009. Besondere Hoffnung macht sich BMW derzeit auf die schnellen Einkommenssteigerungen in der Mittelklasse. Während die Produkte des Unternehmens bis vor Kurzem eher etwas für die Superreichen des Landes war, leisten sich inzwischen immer mehr Normalbürger ein teures Auto. Dementsprechend sieht BMW eine starke Steigerung des Absatzes der kleiner 3er-Modellreihe im Vergleich zu den schwereren Typen. „Ein Markt wie China entwickelt sich von oben nach unten“, so Robertson.

Auch Konkurrent Daimler hatte einen starken Start gegen den Markttrend. Im ersten Quartal hat der Konzern in China 13.400 Autos der Marke Mercedes-Benz abgesetzt, darunter den Allzeitrekord von 3420 Stück der noblen S-Klasse. Doch auch hier zeigt sich das Erstarken der Mittelklasse, die bezahlbarere Premiumautos nachfragt: Der Absatz der E-Klasse ging um mehr als ein Drittel herauf. „Wir halten die starken Absatzsteigerungen für sehr ermutigend“, sagt Landeschef Klaus Maier schon vor Beginn der Messe.

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