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Autos mit sechs Rädern

Wann sich die dritte Achse lohnt

Quelle:WirtschaftsWoche Online

Auf vier Rädern hat ein Auto sicheren Stand und ausreichend Grip. Trotzdem gab und gibt es immer wieder Modelle mit drei Achsen. Ein Blick auf berühmte Sechsräder.

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Mercedes-Benz Mercedes-Benz G 500 4x4² PR

Vier Räder – das Konzept mit je zwei Rundstücken an zwei Achsen hat sich in der Autogeschichte durchgesetzt.

Immer wieder wird aber vom Quartett-Layout abgewichen. Wir haben in der folgenden Bilderstrecke ein paar besonders prominente Sechsräder gesammelt...

Bild: PR

Mercedes G 63 AMG 6x6 PR

Mercedes G 63 AMG 6x6

Ursprünglich war der dreiachsige Geländewagen für das australische Militär gedacht. Doch nach acht Jahren Entwicklungs- und zwei Jahren Bauzeit hat Mercedes festgestellt, dass vielleicht auch Zivilisten ihren Spaß mit dem Kaventsmann haben könnten.

Während die Militärs mit einem eher schmächtigen Diesel Vorlieb nehmen mussten, erhalten die Privatkunden den Biturbo-V8, der auch im zweiachsigen G 63 AMG Dienst tut.

Bild: PR

Mercedes G 63 AMG 6x6 PR

Mercedes G 63 AMG 6x6

Der 5,5-Liter-Motor wuchtet 760 Nm in Richtung der sechs Räder, die an Portalachsen befestigt sind, die maximale Bodenfreiheit und hohe Verschränkung ermöglichen. Die anvisierte Kundschaft sitzt vor allem im Nahen Osten, für die der 6x6 die Rolle als exklusives Wüstenschiff spielen soll.

Der verwöhnten Kundschaft entsprechend ist die Ausstattung umfangreich. Alles was die G-Klasse-Regale hergeben, ist an Bord – inklusive klimatisierter Ledersitze. Käufer können nur noch Karosseriefarbe und Innenausstattung bestimmen und müssen mindestens 451.000 Euro investieren.

Bild: PR

Kahn Land Rover Defender Flying Huntsman 6x6 PR

Kahn Land Rover Defender Flying Huntsman 6x6

Was eine G-Klasse kann, kann ein Land Rover erst recht. Auch den Geländewagenklassiker Defender gibt es als Dreiachser – allerdings nicht ab Werk, sondern vom britischen Tuner Kahn Design. Der Allrader wurde um 40 Zentimeter gestreckt, um Platz für die zusätzlichen Räder zu schaffen.

Bild: PR

Kahn Land Rover Defender Flying Huntsman 6x6 PR

Kahn Land Rover Defender Flying Huntsman 6x6

In Schwung gesetzt werden diese wahlweise von einem monströsen 6,2-Liter-V8-Benziner mit 436 PS aus General-Motors-Beständen oder einem vergleichsweise zivilen 2,2-Liter-Diesel mit schmalen 124 PS.

Passend zum extrovertierten Äußeren präsentiert sich auch das Innenleben speziell – unter anderem mit gesteppten Nappaleder-Sportsitzen in schwarz-rot. Die Preisliste startet bei umgerechnet 144.000 Euro.

Bild: PR

Hennessey VelociRaptor 6x6 PR

Ford VelociRaptor 6X6

Auch jenseits des großen Teichs versteht man sich auf Dreiachser. Tuner Hennessey bietet das doppelte Rad-Upgrade für den Brutalo-Pick-up Ford Raptor an. Neben der dritten Achse erhält der Extrem-Allrader noch eine Karosserie-Panzerung, eine Ramm-Stoßstange und Fahrwerkskomponenten aus Baja-Rallyeautos.

Bild: PR

Hennessey VelociRaptor 6x6 PR

Ford VelociRaptor 6X6

Selbst ein zünftiges Armageddon dürfte den Monster-Truck kaum aufhalten können. Beim Motor des Urviechs regiert allerdings modernes Downsizing – zum Einsatz kommt Fords 3,5-Liter-Sechszylinderturbo – allerding auf Wunsch mit 600 statt der serienmäßigen 450 PS. Der Preis startet bei umgerechnet 228.000 Euro plus Steuern.

Bild: PR

Tyrrell P34 PR

Tyrrell P34

Auch im Rennsport wurde immer wieder mit Dreiachs-Konzepten experimentiert. Bekanntestes Beispiel ist der Tyrrell P34 von 1976, der vier kleinen Reifen am Vorderwagen und zwei großem am Heck kurzzeitig die Formel 1 aufmischte.

Die Idee hinter der skurril wirkenden Bauweise: kleine Räder bedeuten weniger Luftwiderstand. Weil sie mit ihrer geringen Aufstandsfläche aber auch weniger Grip in der Kurve bieten, verdoppelte Tyrrell kurzerhand ihre Zahl.

Bild: PR

Tyrrell P34 PR

Tyrrell P34

Eine komplizierte Radaufhängung sorgte dafür, dass alle vier Räder lenkbar waren. Im Wettbewerb erwies sich das Konzept als konkurrenzfähig – Pilot Jody Scheckter siegte sogar im GP von Schweden. Trotzdem bezeichnete der Südafrikaner den Wagen als einen „Haufen Schrott“.

Dass das spezielle Layout nicht weiter entwickelt wurde, lag aber auch an der fehlenden Verfügbarkeit geeigneter Reifen. Ende der 77er-Saison war daher Schluss.

Bild: PR

Panther 6 PR

Panther 6

Auch wenn dem Tyrrell P34 eine längere Rennkarriere versagt war, so beeinflusste er doch zumindest ein ganz klein wenig die Welt des Straßenautos. Beeindruckt von dem skurrilen Sechsrad entwickelte der britische Ingenieur Robert Jankel eine Art Straßenvariante – den Panther 6. Auch das Oberklassecabrio verfügte über vier lenkbare Vorderräder und zwei große Räder hinten.

Bild: PR

Panther 6 PR

Panther Six von 1977

Als Motor dient ein 8,2 Liter großer V8 von Cadillac mit 600 PS. Zwar wurden zwischen 1977 und 1983 zwei Exemplare des skurrilen Wagens gebaut, eine richtige Serienproduktion ist aber nie angelaufen.

Offenbar sollte der Panther 6 vor allem Aufmerksamkeit für die 1972 gegründete Marke generieren. Diese hatte sich auf recht konventionelle Roadster und Sportwagen im puristischen Retro-Stil konzentriert.

Bild: PR

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