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06.03.2012

06:29 Uhr

Autosalon Genf

„A steht für Attacke“

VonTino Andresen, Sebastian Schaal

Mercedes-Benz und Audi stellen auf dem Genfer Autosalon neue Hoffnungsträger vor. Mit A-Klasse und A3 greifen beide Hersteller im Kompakt-Segment an. Während Audi auf Vernunft setzt, wagt Mercedes eine kleine Revolution.

Audi-Chef Rupert Stadler stellt bei der Markenpräsentation des Volkswagenkonzerns am Vorabend des Genfer Auto-Salons den neuen A3 vor. dpa

Audi-Chef Rupert Stadler stellt bei der Markenpräsentation des Volkswagenkonzerns am Vorabend des Genfer Auto-Salons den neuen A3 vor.

GenfDer neue Audi A3 ist der erste Wagen, der beim Volkswagen-Konzernabend zum Auftakt des Genfer Auto-Salons auf die Bühne der Halle Espace Sécheron fährt. Das ist ebenso wenig ein Zufall wie seine Farbe: aggressives Rot. „Audi hat vor 15 Jahren das Premium-Kompaktsegment begründet“, sagt Markenchef Rupert Stadler, der die Ingolstädter als Vorreiter sieht. Jetzt will er eine ganze A3-Familie schaffen.

Es ist kein Wunder, dass sich inzwischen auch BMW mit dem 1er und Daimler mit der ebenfalls pünktlich zur Genfer Messe neu aufgelegten A-Klasse in diesem Segment tummeln, denn immer mehr Menschen leben in Metropolen oder gar Megacitys. Und dort sind kleine Autos gefragt.

Das sogenannte Downsizing nimmt Volkswagen so wörtlich, dass es sogar auf den Konzernabend übertragen worden zu sein scheint. Im Mittelpunkt stehen Autos, die diesmal ganz ohne Tänzer, Trommler oder sonstige kunstvolle Choreografie präsentiert werden. Daneben stellt sich Volkswagen mit Blick auf Nachhaltigkeit, Innovation und die eigenen mehr als 500.000 Mitarbeiter als „verantwortungsvoller Weltbürger“ dar.

Sorgen macht die wachsende Konkurrenz der Premiumhersteller in der Golf-Klasse Stadler laut eigener Aussage nicht. Audis Vorteil aus seiner Sicht: „Wir haben 2,7 Millionen Kunden auf diese Entdeckungsreise mitgenommen.“ Auch Konzernchef Martin Winterkorn gibt sich im Gespräch mit Handelsblatt Online „ziemlich sicher, dass Audi da vorne bleiben wird“.

Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender von Mercedes-Benz, mit der neuen A-Klasse. dpa

Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender von Mercedes-Benz, mit der neuen A-Klasse.

Doch Daimler-Chef Dieter Zetsche wird mit der neuen A-Klasse alles tun, damit es anders kommt. Mehr als die Hälfte der Käufer für den Einstiegswagen von Mercedes soll nach seinen Vorstellungen von anderen Marken zu den Stuttgartern kommen. „Deswegen sagen wir: Das A steht jetzt für Attacke.“

 

Kompakte Überraschungen in Genf

Video: Kompakte Überraschungen in Genf

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Während Audis A3 optisch lediglich eine Evolution des Vorgängers ist, versucht es Daimler mit der Revolution. „Sie ist neu bis ins letzte Detail“, sagt Zetsche über die A-Klasse. Mit der neuen Generation verabschiedet sich Mercedes von dem Sandwichboden-Konzept und setzt nun auf einen konventionellen Kompaktwagen. Geht es nach Zetsche, ist sie nicht der Nachfolger der beiden Vorgängergenerationen mit demselben Namen, die sich zusammen 2,1 Millionen Mal verkauft haben, sondern steht in einer Linie mit dem Mercedes 190 aus dem Jahr 1982. „Sie verjüngt unsere Marke und erweitert unsere Kundenbasis.“

Bundestrainer Trainer Joachim Löw und Oliver Bierhoff, Manager Nationalmannschaft, präsentieren am Vorabend des Auto-Salon Genf die neue Mercedes-Benz A-Klasse. dpa

Bundestrainer Trainer Joachim Löw und Oliver Bierhoff, Manager Nationalmannschaft, präsentieren am Vorabend des Auto-Salon Genf die neue Mercedes-Benz A-Klasse.

Kommentare (19)

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CaptainSensitive

06.03.2012, 08:26 Uhr

Die A Klasse sieht aus, wie der alte 1er....

c226

06.03.2012, 08:46 Uhr

Richtig hat vier Räder und ein Dach ... da fällt mir auf, die meisten Autos sehen ja aus wie der alte 1er - SKANDAL!!!

Heidelberger

06.03.2012, 09:13 Uhr

1:0 für Mercedes!
Die A-Klasse spielt optisch in einer höheren Liga als der Audi.

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