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04.07.2011

09:44 Uhr

Autoverkäufe in den USA

VW Jetta gewinnt, Honda Civic verliert

Der Autoabsatz in den USA leidet unter den Folgen der Produktionsausfälle nach der jüngsten Naturkatastrophe in Japan. Gegen den Trend legt aber Volkswagen zu, was vor allem an einem Modell liegt.

New YorkWeil vor allem die japanischen Hersteller Toyota und Honda nicht in gewohntem Umfang produzieren konnten, war der Juni der bisher schlechteste Monat für den Autoabsatz in den USA in diesem Jahr. So ging die saisonbereinigte, auf das Jahr hochgerechnete Verkaufszahl nach offiziellen Angaben auf 11,5 Millionen Fahrzeuge nach 11,8 Millionen im Vormonat zurück.

Die Katastrophe im Frühjahr in Japan hatte nicht nur die Produktion der dortigen Herstellen gedämpft. Ebenso General Motors (GM) hatte wegen Problemen seiner Zulieferer aus Fernost ganze Fabriken stilllegen müssen. Die Folgen waren auch für die US-Gesamtwirtschaft drastisch. Weil die Industrieproduktion schwächelte, ging gleich das Wirtschaftswachstum deutlich zurück.

Die Hoffnungen richten sich nun auf eine Erholung ebenfalls der Autoproduktion im zweiten Halbjahr. „Einige Verbraucher haben sich zum Abwarten entschieden. Aber wir glauben, das ist nur ein temporäres Phänomen, sagte GM-Topmanager Don Johnson.

Gegen den Trend konnte sich Volkswagen behaupten. Der deutsche Autokonzern verkaufte rund ein Drittel mehr Fahrzeuge als im Vorjahr. Der VW Jetta hatte mit gut 17.000 verkauften Exemplaren den besten Monat seit es das Modell in den USA gibt. Das Fahrzeug verbuchte mit einem Absatzplus von 88,3 Prozent den größten Zuwachs unter allen Modellen aller Hersteller in den USA. Die kompakte Limousine wird von VW zu Preisen ab 16.500 Dollar plus Steuern (11.400 Euro) in den Markt gedrückt. Größter Verlierer war der Honda Civic, dessen Verkaufszahlen auf Monatsbasis um 34 Prozent einbrachen.

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Volkswagen setzt damit seinen guten Lauf in den USA fort. Der größte europäische Autohersteller macht der amerikanischen und asiatischen Konkurrenz mit Kampfpreisen die Kunden streitig. Im Juni stiegen die Verkäufe im Vergleich zum Vorjahresmonat um satte 35 Prozent auf mehr als 28.400 Wagen.

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