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18.01.2007

08:51 Uhr

Beliebtester LKW

Spediteure fahren am liebsten Mercedes-Benz

Die Lastkraftwagen von Mercedes-Benz sind die von Speditionen bevorzugt genutzten Fahrzeuge. Die Marke hat gegenüber Mitbewerbern besonders in Disziplinen wie der Produktqualität die Nase vorn. Wenig Vertrauen genießen einheitlich die Führungsetagen.

Die beliebtesten Laster (Quelle: Verkehrs-Rundschau)

Die beliebtesten Laster (Quelle: Verkehrs-Rundschau)

(agr) DÜSSELDORF. Mercedes-Benz ist die beliebteste LKW-Marke bei Spediteuren und Fuhrparkleitern. MAN hat dagegen an Sympathie eingebüßt. Scania schafft es als bester Importeur auf Platz drei. Ein gutes Markenimage ist für die LKW-Hersteller bares Geld wert, denn die Spediteure meiden Marken mit schlechtem Image. So lautet das Fazit der vom Wochenmagazin Verkehrsrundschau in Auftrag gegebenen Emnid-Studie zum Ruf der Nutzfahrzeughersteller in der Logistikbranche, die dem Handelsblatt vorab vorliegt.

Das Image der Nutzfahrzeugbranche ist danach eher gemischt. Während Mercedes-Benz, MAN, Scania und Volvo gute Wertungen erreichen, schaffen die als Billigmarke bekannte DAF und die Transportersparte von VW nur Durchschnitt. Danach geht es steil bergab.

Spitzenreiter Mercedes-Benz erhält die meisten Punkte in den Disziplinen Produktqualität, Kundenorientierung und Preis-Leistungs-Verhältnis. Die Mitbewerber können da allenfalls in Einzelfällen glänzen. DAF punktet in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis, MAN holt beim Management auf und Scania kann den Stuttgartern bei der Produktqualität Paroli bieten. In der schweren Klasse müssen vor allem die Importeursmarken Renault Trucks und Iveco Federn lassen. Bei den Leichttransportern rangieren so große Namen wie Opel, Ford und Fiat weit abgeschlagen im unteren Feld. Ein miserables Image haben Nissan und Citroen.

Wenig Vertrauen hat der Markt in das Management der großen Marken. Eine direkte Folge permanenter Umstrukturierungen und die Quittung für Skandale und Negativschlagzeilen, glauben Auto-Experten. Auch Mercedes-Benz stürzt bei der Kompetenz des Managements im Vergleich zum Vorjahr ab. Die Umstrukturierung des Deutschland-Vertriebs kommt bei den Logistikern offenbar weniger gut an. Noch schlägt dies nicht auf das Image durch, da kompetente Manager bei der Kaufentscheidung eher eine Nebenrolle spielen.

Die sich hinziehende Übernahmeschlacht um Scania hat MAN Sympathiepunkte gekostet. Die Schweden legten dagegen zu. Hier dürfte wohl die Sympathie für den vermeintlichen „David“ im Kampf gegen den „Goliath“ MAN eine Rolle spielen. Und das obwohl beim Preis-Leistungs-Verhältnis, einer der drei wichtigsten imageprägenden Eigenschaften, Scania den schwächsten Wert unter allen Marken hat.

Die rote Laterne hängt am Doppelwinkel von Citroen. Für Peugeot Nutzfahrzeuge fiel der Sturz aus den Top Ten auf den vorletzten Rang besonders hart aus. Ähnlich erging es Ford. Jedenfalls konnte der „Van of the Year“-Titel des neuen Transit das Image nicht positiv beeinflussen. Ford verliert zwei Plätze im Ranking und massiv bei der Kundenorientierung sowie der Produktqualität. Beim Service haben die Kölner allerdings bereits Maßnahmen angekündigt, unter anderem soll die Anzahl der Vertragswerkstätten verdoppelt werden. Stark gepunktet hat dagegen Iveco und gilt damit als Sympathieträger des Jahres. Nachdenklich sollte die Fiat-Tochter aber stimmen, dass in der Detailanalyse zur Qualität des Produktes, dem wichtigsten Kaufkriterium, Iveco zu den schwächsten Marken zählt.

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